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Tamara Kelly: Zärtlich küsst der Tod
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Verlegerin Lea Graham arbeitet hart daran, den Verlag ihres Vaters aus der Schuldenfalle zu holen – da kommt ihr der Thriller „Fatal Velvet“ gerade recht. Nicht nur, dass der Thriller gut geschrieben ist – auch die Autorin Stella Bernardi verspricht aufgrund ihres Aussehens gute Verkaufszahlen.

Der Schein trügt – Stella Bernardi ist tot und in Wahrheit war es der attraktive Nick Petersen, der das Manuskript für seine verstorbene Schwester eingereicht hat. Dennoch verlegt Lea Graham den Roman – und er wird ein riesiger Erfolg. Doch von da an entwickelt sich ihr Leben langsam aber sicher zu einem Albtraum – denn einige höchst mysteriöse Vorfälle treten immer regelmäßiger auf und bald wird klar: Jemand will ihr Leben zerstören.

Sie vertraut nur noch einem – dem gut aussehenden Nick. Der nimmt sie nämlich – obwohl Lea sich nicht unbedingt vom Aussehen her für sonderlich hübsch hält – wie sie ist und lässt sich einige raffinierte Dinge einfallen, um sie zu verführen. Doch kann sie ihm wirklich trauen? Schließlich deckt sie das wahre Geheimnis über seine Vergangenheit auf …

„Zärtlich küsst der Tod“ ist kein reiner Thriller, sondern ein Lady-Romantic-Thriller, also ein Roman, der Spannungs- mit Liebesroman vermischt. Dementsprechend sind die Hauptfiguren weitgehend der Klischeekiste entsprungen: Sie – Lea Graham –, die in der Vergangenheit von Männern herb enttäuscht wurde und sich selbst für nicht allzu hübsch hält und er – Nick Petersen –, der wirklich alles für sie tut, einfallsreich und liebesvoll ist und außerdem noch gut aussieht. Und nicht zu vergessen die Freundin der Protagonistin, die in der Vergangenheit gerne versucht hat, ihre Freundin zu verkuppeln – was natürlich nicht gelungen ist.

Doch trotz allem hat es die Autorin des Romans geschafft, diese Grundlagen des Ladythrillers ansprechend zu Papier zu bringen. Nicht einmal die Zeitspanne, in der sich die beiden Protagonisten kennen lernen, ist langweilig – denn die Autorin erzählt hier interessante, lesenswerte Geschichten aus der Verlagsbranche von einer Frau, die einen kleineren Verlag aus den roten Zahlen bringen möchte.

Die restliche Story entwickelte sich zu einem sehr guten Thriller. „Zärtlich küsst der Tod“ zeichnet sich nicht durch übermäßig viel Blut, das an allen Ecken und Enden spritzt, aus, sondern vielmehr durch die leiseren Klänge, die der Roman anschlägt.

Mysteriöse Effekte kommen dabei nicht zu kurz – da ist zum Beispiel eine CD mit Samba-Rhythmen, die plötzlich Geigenmusik abspielt oder ein immer wieder kehrender Anruf, bei dem nur ein Keuchen am anderen Ende der Leitung zu hören ist. Leichen tauchen nicht allzu oft auf – stattdessen sind eher jene psychologischen Tricks gefragt, die aber an dieser Stelle aber viel effektvoller wirken als zerstückelte Leichen. Damit beweist die Autorin: Übermäßige Gewalt bedeutet nicht zwingend Spannung. Es geht auch anders.

Man kann wirklich sagen, dass die Spannungskurve umso größer wird, je mehr man liest – sie beginnt langsam, steigt dann mehr und mehr an und erreicht zum Schluss ihren Höhepunkt. Der Schluss kann sich wirklich sehen lassen – denn die Autorin bietet hier gleich zwei Whodunit-Effekte. Mit einem hatte ich gerechnet, der andere konnte überraschen. Was aber viel interessanter ist: Das Motiv des Täters, der es auf Lea abgesehen hat – reizvoller als die Lösung manch anderer (Lady-)Thriller oder etwa die des Auftaktbandes zur Lady-Thriller-Serie um Eve Dallas von J. D. Robb alias Nora Roberts („Rendezvous mit einem Mörder“).

Lobenswert sind außerdem der Stil der Autorin und das Lektorat. Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler sind praktisch so gut wie überhaupt nicht vorhanden, der Roman lässt sich äußerst flüssig und praktisch wie in einem Rutsch lesen, der Stil ist frei von jeder Holprigkeit (was man von vergleichbaren anderen Lady-Thrillern nicht gerade behaupten kann).

Fazit: Ein Roman, den man gerne zur Hand nimmt und in wenigen Zügen lesen kann. Empfehlenswert!

Tamara Kelly: Zärtlich küsst der Tod.
Droemer Knaur, München, April 2007.
384 Seiten, Taschenbuch.

Martin Palm

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