Wellensang
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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Iny Lorentz: Aprilgewitter
Jetzt bestellen bei amazon.de! Lore und Fridolin, die Helden aus „Dezembersturm“ (hier besprochen: http://schreirl.vs120129.hl-users.com/leselust/rezension.php?id=1466) sind inzwischen verheiratet und leben in Berlin. Während Fridolin Karriere in der Bank von August Grünfelder macht, hat Lore mit ihrer englischen Freundin Mary einen Modesalon eröffnet. Doch es ziemt sich in diesem späten 19. Jahrhundert nicht für eine Freifrau von Trettin, wie das gemeine Volk zu arbeiten. Obwohl Lore sich im Hintergrund hält, verlangt Fridolin, dass sie seinem Fortkommen zuliebe ganz damit aufhört. Lore ihrerseits langweilt sich zu Tode, denn die feine Gesellschaft schneidet sie, nie wird sie eingeladen. Sie versteht es nicht, hat sie doch niemandem etwas zuleide getan. Was sie nicht ahnen: Es ist Malwine von Trettin, die Lore und Fridolin auf den Tod hasst, die Gerüchte über Lore streut. Aber das ist nicht die einzige Intrige - Malwines Geliebter plant nichts Geringeres als einen Anschlag auf eine hohe Persönlichkeit! Und während Fridolin von Grünfelder ganz vereinnahmt wird, kommen Lore Gerüchte zu Ohren, Grünfelders Tochter habe es auf ihren Mann abgesehen. Alles scheint sich gegen sie verschworen zu haben. Wird sie die Kraft haben, um ihr Glück zu kämpfen?

„Aprilgewitter“ ist eine gelungene Fortsetzung von „Dezembersturm“. Wir treffen alle liebgewonnenen Figuren wieder, wie Komtess Nathalia; die Bordellbesitzerin Hede Pfefferkorn; die Eheleute Simmern; Mary aus England mit ihrem Mann Konrad; dazu neue Nebenfiguren wie der sympathische Student Gregor Hilgemann, der mit seinen revolutionären Ideen an der Universität angeeckt ist; die verarmte Adelige Carolin von Trepkow und ihr egoistischer Bruder; neureiche Emporkömmlinge, die mit den gesellschaftlichen Gepflogenheiten der Oberschicht erst noch vertraut werden müssen. Schauplatz ist das pulsierende Berlin, das mit den ersten elektrischen Lichtern und der Trambahn einer modernen Zukunft entgegenstrebt. Die Geschichte ist in den politischen und gesellschaftlichen Kontext eingebunden: Preußens Glanz und Gloria, die Verherrlichung der Uniform, des Militärischen, politische Intrigen und ein Prinz Wilhelm, dem man den zukünftigen Kaiser trotz seines behinderten Armes schon anmerkt.
Die Geschichte bietet spannende Verwicklungen und Missverständnisse, Intrigen und Verrat, viele Besuche in einem Haus, dessen Bezeichnung eine Dame nicht aussprechen darf, und sogar ein Duell.
Eine wunderbare Lektüre, um ein verregnetes Wochenende im Berlin der wilhelminischen Epoche zu verbringen.
Und im Gegensatz zum Mittelalter gibt es hier Kaffee, Brötchen und Badezimmer - und auch sonst manches, was uns aus unserer heutigen Zeit sehr bekannt vorkommt.
Für mich kann Iny Lorentz gerne noch häufiger Ausflüge in dieses Jahrhundert unternehmen. Auch die Geschichte von Lore und Fridolin darf gerne noch weiter gesponnen werden.


Iny Lorentz: Aprilgewitter.
Droemer/Knaur, Juli 2010.
720 Seiten, Taschenbuch, 9.95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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