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Christoph Scholder: Oktoberfest
Jetzt bestellen bei amazon.de! Wow. Was für ein Roman, was für ein Debüt. Ich muss sagen, der Christoph Scholder hat mich mit seiner Romanidee gefesselt. Obwohl, ein wenig erinnerte mich das an Haslingers "Opernball", na ja. Es sind diese Begrifflichkeiten, die sofort eine Aura entwickeln, eine Vorstellung von Menschengewaber, Eisbein, Maßkrüge, eben München, Oktoberfest. Jedes Jahr mehrere Millionen Besucher und ich hätte sogar auch mal Lust. Aber nach diesem Buch? Ich schlage vor, man bucht eine Pension, meinetwegen am Starnberger See, oder gleich mitten in München, und fängt an zu lesen. Und ich denke, so schnell legt man das Buch nicht aus der Hand. Ein ganzer Tag Oktoberfestbesuch als Geiseln zu nehmen, das ist schon ein starkes Stück. 70 000 Menschen in Bier-Zelten fest zu setzen und der Bundesrepublik eine Nase zeigen. Ich liebe Prosa, die mit der Wahrscheinlichkeitsgrenze spielt, und je näher sie an der Realität ist, gleichwohl fiktiv bleibt, um so besser wird sie. Irritiert hat mich die Namenswahl eines russischen Soldaten, eines Hauptmanns einer früheren Eliteeinheit, der bei dieser Aktion gegen Deutschland, mit dem Ziel, Rohdiamanten im Wert von 2 Milliarden zu erpressen, federführend ist. Oleg Blochin. Da werde ich als Fußballer natürlich hellhörig. Oleg Blochin war nicht nur ein erfolgreicher russischer Nationalspieler, sondern auch Europas Fußballer des Jahres 1975. Aber der 1967 geborene Autor kannte den Mann wohl nicht, und irgendeine Kausalität zu den Ereignissen auf der Festwiese, kann ich auch nicht erkennen. Da geht es nicht um Fußball. Da wird eine Demokratie in den Grundfesten erschüttert. Irgendwie schien die Romanidee schon lange zu schwelen, denn wenn es in der Story um Bundeskanzler oder Außenminister geht, hat man Schröder vor Augen, oder Fischer. Aber eben nicht Merkel und Westerwelle. Und trotzdem hat dieses Deutschland auch noch Kerle die sich in den Weg stellen. So ein James Bond neueren Typs, mit dem Allerweltsnamen Müller, nimmt den Kampf auf. Dazu wird alles garniert, das muss wohl so sein, mit einer kleinen Liebesgeschichte, Rettungen in letzter Sekunde, geheimste Geheimdienste und natürlich Familiendramen. Bei allem, bleibt man aber wohltuend nah an der Geschichte, die sich spannend von Seite zu Seite entwickelt, sich von kleineren – zu mittleren - und endlich zu ganz großen Höhepunkten steigert. Und immer wieder fragt man sich, ist das nicht genau so möglich? Schließlich war das Oktoberfest schon mal Anschlagsziel und wer erinnert sich nicht an München 1972. Die Welt ist so krank geworden, und ich gebe deshalb keinen Pfifferling auf die internationale Soldateska, in diesem Fall wieder mal aus dem Osten, aber egal. Diese Jungs sollten a priori in dem Verdacht stehen, irgendwann durchdrehen zu können um sich dann die Welt nach ihrem Sinn neu durch zu deklinieren. Begriffe wie Ehre, Vaterland, Heimat sind auch heute bei weitem nicht frei von Ballast des letzten Jahrhunderts und der Weltfrieden steht uns nun mal überhaupt nicht bevor. Im Gegenteil. Öl, Wasser und weitere Ressourcen geben eher einen Grund darüber nach zu denken, was der Mensch für Waffen entwickelt hat, und wer in der Lage ist sie einzusetzen. Keine Weltpolitik jetzt, wir haben einen klasse (Männer-) Roman vorliegen, den ich einfach nur empfehlen kann, und bei dem ich den Film, während des Lesens schon in Gedanken gedreht sah. Ich weiß auch schon wer Oleg Blochin spielt: Brad Pitt, sein westlich orientierter Gegner: Daniel Craig! Oder umgekehrt, ist egal!

Christoph Scholder: Oktoberfest.
Droemer, August 2010.
640 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Fred Ape

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