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Wo ist die Grenze zwischen Pornografie und Erotik? Die 30 scharfen Geschichten in diesem Buch wandeln auf dem schmalen Grat.
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Carla Rot: Blutasche
Jetzt bestellen bei amazon.de! Christina Vonderwiese hat turbulente Zeiten hinter sich: Ihr Ex-Freund hat reiche Leute mit windigen Anlagen um ihr Geld gebracht und ist mit der Beute getürmt. Sie hatte ihn zwei Wochen vorher vor die Tür gesetzt, wusste nichts von seinen Betrügereien, doch für die Presse und die Polizei in Berlin ist sie noch stets die Komplizin. Nach diesem Desaster ist sie in ihre alte Heimat Düsseldorf geflüchtet und fristet ein karges Dasein als Biographie-Autorin.
Ihr erster Auftrag ist spannend: Ein alter Industrieller schildert, wie er als Junge im Krieg den Brand der väterlichen Fabrik miterlebte. Dabei ist unter anderem ein Gemälde von Felix Dürr verbrannt.
Umso verblüffter ist Christina, als mit großem Medienecho just dieses Gemälde als Zufallsfund der Öffentlichkeit präsentiert wird.
Doch es sieht ganz anders aus, als der alte Harth es geschildert hat. Irrt er sich, gab es zwei Bilder der Oberkasseler Brücke - oder ist am Ende das Neue eine Fälschung?
Christina recherchiert und trifft einen Engländer, der behauptet, das Original zu besitzen.
Doch dann geschieht ein Mord, und sie ist die einzige Verdächtige ...

Nach „Patentlösung“ (ISBN 978-3770013210 im gleichen Verlag) ist dies der zweite Krimi von Carla Rot mit Hauptkommissar Zeitz.
Zeitz ist inzwischen im Ruhestand und langweilt sich.
Da kommt es ihm gerade recht, dass seine Nichte Christina nach Düsseldorf zieht. Er soll ein Auge auf sie haben, sagt seine Schwester, das Kind fällt doch immer auf die falschen Männer herein. Und Männer umkreisen seine Nichte wie Motten das Licht: Jan, ihr anhänglicher Kollege, Brian Stornway, der geheimnisvolle Engländer, und Oliver Joost, Enkel ihres Biographie-Auftraggebers. Doch als Christina zur Mordverdächtigen wird, greift Zeitz selbst in die Ermittlungen ein und zeigt, dass er nichts von seinem Scharfsinn eingebüßt hat.

Wie schon „Patentlösung“ lebt dieser Krimi von facettenreichen Figuren, lebendigen Dialogen, einer klaren Sprache und einer subtilen Spannung, die sich durch perfektes Timing der Erzählstränge aus den verschiedenen Perspektiven aufbaut. Zeitz ist auf sympathische Art kauzig. Christina verhält sich wie ein normaler Mensch mit Fehlern. Ihr Versuch, wieder auf die Füße zu kommen, berührt. Gleichzeitig schafft es die Autorin, dass der Leser schwankt zwischen Mitfiebern mit der Protagonistin, und Zweifeln, ob sie nicht doch eingeweiht war in die Machenschaften ihres Ex.
Mich beeindruckt besonders, wie es der Autorin gelingt, einen Krimi zu schreiben, der seine durchgehend hohe Spannung aus den zwischenmenschlichen Beziehungen, der Interaktion der Figuren, dem Timing der Handlung bezieht, ohne auf die heute übliche Anhäufung von Leichen und Misshandlungen zurückzugreifen.
Ich wünsche Zeitz, dass er in Serie gehen darf, und einer breiten Leserschaft bekannt wird.

Carla Rot: Blutasche.
Droste, August 2010.
240 Seiten, Taschenbuch, 9,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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