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Agustín Sánchez Vidal: Quipu, gelesen von Heikko Deutschmann
Jetzt bestellen bei amazon.de! Spanien, 1780: Ein Theaterbesuch endet für Sebastián de Fonseca im Drama. Er findet nicht nur die aufgehängte Leiche des Theaterdirektors, sondern auch die seines Vaters. Das wagemutige Stück über Peru und die Inkas hat die beiden das Leben gekostet. Doch hinter dem Fall steckt mehr, muss Sebastián, seines Zeichens Militäringenieur, feststellen: An ihren Hälsen finden sich kleine Beutel, die gefüllt sind mit Kalk und Bohnen, bei seinem Vater taucht ein Zettel mit der Aufschrift „Quipu“ auf. Sebastián recherchiert und deckt auf, dass es sich bei diesem Wort um einen Ausdruck der Indios handelt, der Knoten bedeutet. Die Inkas verständigten sich über eine komplizierte Aneinanderreihung von Knoten und hatten deshalb nicht, wie immer angenommen, kein Schriftsystem. Sebastián bringt sich mit seinen Ermittlungen in höchste Gefahr, denn wer die Knotenschrift der Inkas entschlüsseln kann, wird in der Lage sein, deren Schatz und Herrschaft für sich zu beanspruchen.

Glückliche Zufälle machen eine Vielzahl von Handlungsumschwüngen dieses Romans aus. Immer wenn der ungelernte Ermittler ins Straucheln kommt, findet sich Hilfe oder just in diesem Moment fällt ihm etwas ein, das er zuvor tagelang nicht bedacht hat. Nicht allein dadurch wirkt die Geschichte reichlich konstruiert. Es kommt eine sonderbare Grundstimmung auf, die zwar mit den klischeebelasteten Mittelalteromanen nichts zu tun hat, »Quipu« aber auch nicht dient. Insbesondere beim Hörbuch lässt sich nicht abschätzen, was der Fiktion des Autors entsprungen ist und was zur wahren und belegbaren Seite der Geschichte gehört. Hier kann man durchaus viel lernen über das Leben und die Kommunikation zwischen den Inkas mit Hilfe der komplizierten Knotenstränge, der fahle Beigeschmack überwiegt aber.

Es kommt innerhalb der Handlung nicht recht Fahrt auf und erst viel zu spät laufen die einzelnen Überlegungen zu einem durchaus interessanten Schluss zusammen. Der Weg dorthin ist aber lang und verworren, trotz des tollen Sprechers. Heikko Deutschmann gelingt es gewohnt gut, die ca. 470 Minuten lange Lesung zu begleiten und sie lebendig werden zu lassen. Allein der Sprecher verdient eine gute Bewertung, liest allerdings so markant, dass man, kennt man ihn schon, Bilder des vorherigen Hörbuches vor Augen haben wird. Denn eine eigene Note verleiht er »Quipu« nicht.

Spannende Einblicke in die Kommunikationsstrukturen der Inkas, gepaart mit interessantem Wissen über Peru. Leider scheitert die Geschichte an ihrer Erzählgeschwindigkeit und reichlich konstruierten Zusammenhängen.

Agustín Sánchez Vidal: Quipu, gelesen von Heikko Deutschmann.
DAV, Februar 2010.
6 CDs, 24,99 Euro.

Janine Gimbel

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