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Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther (1774)
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Ich muss nach Hause, weiter lesen!“ sagt sie. „Aber wir wollten doch...“ erwidere ich, doch sie hat schon ihre Tasche gepackt, dreht sich in der Tür noch einmal um und sagt: „Ich muss wissen, ob Werther seine Lotte kriegt!“ Jetzt könnte ich ja fies sein, ihr erzählen, dass er sie nicht kriegt, viel schlimmer noch... , könnte noch arrogant hinzufügen, dass man das ja wohl wisse und überhaupt - wer ereifert sich denn noch derart über Goethe heutzutage? „Ach, ich leide richtig mit... !“ sagt sie, dann ist sie weg – Goethe lesen, an einem Samstagabend.

Der Werther ist ein seltsames Buch – die Sprache altbacken wie erwartet, das Thema... na ja, vorher und nachher schon tausend Mal da gewesen, die Erzählweise, fast ausschließlich – dort, wo möglich - in Form von Briefen des Protagonisten an seinen Freund Wilhelm, gewöhnungsbedürftig.

Der junge Werther weiß noch nicht so genau, wo er im Leben hin will. Um eine familiäre Angelegenheit zu klären, zieht er kurzfristig in das kleine Dörfchen Wahlheim, wo er die meiste Zeit damit verbringt, durch die Natur zu streifen und zu malen. Auf einem Ball begegnet er Lotte, der Tochter eines Amtmannes. Zusammen mit ihr betrachtet er die Natur nach einem Gewitter, zitiert, angeregt durch diese Sinneseindrücke, ein Gedicht Klopstocks, entdeckt seine Seelenverwandtschaft zu Lotte, denn sie hatte just dasselbe Gedicht im Sinn. Er verliebt sich in sie, verkehrt mit ihr jedoch nur platonisch, denn Lotte ist Albert versprochen. Die Beiden verbringen viel Zeit miteinander, doch als Albert von seiner Reise zurückkehrt, wird Werther sich der Unerfüllbarkeit seiner Liebe bewusst. Er verlässt das Dorf und sucht sich eine Anstellung in der Stadt, doch auch die macht ihn weder glücklich, noch lässt sie ihn Lotte vergessen. Er geht zurück nach Wahlheim und lässt seine platonische Beziehung zu Lotte, die inzwischen Alberts Ehefrau ist, wieder aufleben. Seine Gefühle sind jedoch zu stark - er umarmt Lotte und küsst sie, doch sie flüchtet und sagt ihm, sie wolle ihn fortan nie mehr wiedersehen. Der Anfang vom Ende: Zurückgestoßen und voller unerwiderter Gefühle, schreibt Werther einen Abschiedsbrief an Lotte und nimmt sich das Leben.

Die Figur des Werther war ähnlich prägend für die Wertewelt, Kleidung und Sprache einer ganzen Generation wie heutzutage „kultig-coole“ Rockstars oder Schauspieler – vielleicht schimmert das durch die Seiten Goethes Werkes hindurch, und man fühlt sich erinnert an sehr bekannte gesellschaftliche Phänomene, an Initiationsrituale aus seiner eigenen Jugend; Werther – wahlweise Tokio Hotel oder Tupac des 18. Jahrhunderts? Gegenmodell zur allgemeinen Lebensart? Ausbrecher, Revolutionär, Anprangerer?
Vielleicht ist es auch (nur) der essenzielle, ewig aktuelle Charakter des Themas, vielleicht der Respekt vor Werthers „Nägel mit Köpfen“- Methode, vielleicht das Leid Werthers, das nachempfindbar ist.

Was es auch ist – es bringt einen dazu, die Samstagabende mit Goethe zu verbringen. Auch heute noch.

Johann Wolfgang von Goethe: Die Leiden des jungen Werther (1774).
Insel Verlag, Frankfurt am Main, Juni 2006.
174 Seiten, Taschenbuch.

Tanja Muhs

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