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Beate Maly: Die Zeichenkünstlerin von Wien
Jetzt bestellen bei amazon.de! Wien, 1421: Die junge Jüdin Sarah lebt mit ihrem Vater zusammen, nachdem die Mutter an einer Krankheit verstorben ist und die Schwester die Familie verlassen hat, um einen Christen zu heiraten. Sarah bekommt in Aussicht gestellt, jetzt den Ehemann zu heiraten, den ihre Schwester Judith nicht genommen hat. Und Aaron, der Rabbi der jüdischen Gemeinde ist, setzt alles daran, um Sarahs große Leidenschaft, das Zeichnen, zu unterbinden. Eine letzte Truhe darf sie entwerfen und diese soll von einem Handwerker angefertigt werden, danach soll sie das Zeichnen einstellen. Doch ebendieser Handwerker, der Steinmetz Mathes, erkennt das wahre Talent des Künstlers und deckt Sarahs Geheimnis auf. Sie soll ihm helfen, Entwürfe für den Wiener Dom zu überarbeiten. Unterdessen spitzt sich die Lage im Judenviertel zu …

Klingt alles nach dem klassischen Roman des armen Dummchens, das plötzlich entdeckt, dass die Frauen den Männern auch im Mittelalter etwas entgegenzusetzen haben und die dann für ihre Freiheit in der männlich dominierten Gesellschaft kämpft, nicht wahr? Diesen Stempel lässt sich die Wienerin Beate Maly allerdings bei ihrem Roman »Die Zeichenkünstlerin von Wien« nicht aufdrücken. Natürlich spielt auch dieser Aspekt in dem historischen Roman eine Rolle, das Hauptaugenmerk liegt auf ihm jedoch nicht. Der Autorin gelingt vielmehr vor imposanter Kulisse eine Geschichte rund um jüdisches Leben im Mittelalter und ist geprägt von den ganz eigenen Traditionen und Gepflogenheiten der Bevölkerungsgruppe, die von Vorurteilen und Anfeindungen belastet war. Hier erhält man Einblicke in den jüdischen Glauben und seine Entwicklung sowie die Schwierigkeiten, diesen auch zu praktizieren, während der Herzog alles tut, um die jüdischen Bürger der Stadt zu vertreiben, ihnen den Besitz zu nehmen und sie gar zu töten.

Bemerkenswert ist auch der Aufbau der Familienstruktur rund um die Protagonistin Sarah. Mit der Führung eines Haushaltes kann sie wenig anfangen, aber genau das wäre für ihr Leben von Bedeutung. Der Vater ist Geldverleiher, aber seit dem Tod der Mutter nur noch beschränkt zur Arbeit fähig. Manchmal ist er verwirrt, weiß weder wo er wohnt, noch wie er heißt. Alles bleibt an Sarah hängen, da ihre Schwester das Weite gesucht hat im Angesicht einer arrangierten Ehe und der Bruder als Arzt alle Hände voll zu tun hat. Diese Familie wird glaubhaft gezeichnet und entwickelt sich im Verlauf des Romans.

Wer mit der Erwartungshaltung, einen klassischen historischen Roman vorzufinden, an »Die Zeichenkünstlerin von Wien« rangeht, wird überrascht sein. Hier ebnet nicht ein Klischee dem anderen den Weg. Ein erfrischend anderer, sehr interessanter und empfehlenswerter Roman zeichnet sich nach kürzester Zeit ab, bei dem die Geschichte gradlinig und glaubwürdig entwickelt wird.

Beate Maly: Die Zeichenkünstlerin von Wien.
Ullstein, Juli 2010.
464 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Janine Gimbel

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