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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Ferdinand von Schirach: Schuld
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Die Dinge sind wie sie sind“ Diese Weisheit von Aristoteles hat Ferdinand von Schirach seinem zweiten Erzählband vorangestellt und sie ist hier genauso wahr, wie sie vor etwas über zweitausend Jahren wahr war. Trotzdem möchte man die Dinge manchmal ändern, denn von Schirach zwingt uns mit seinem Erzählstil dazu, den Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit zu hinterfragen. Er zwingt uns zum Hinsehen und immer wieder zu der Frage, wer eigentlich gut und wer böse ist in diesen Geschichten.

Der Autor ist Rechtsanwalt und beschreibt Fälle, wie sie ihm in seiner Praxis so oder so ähnlich begegnet sind. In diesen Erzählungen bezieht er oft eine klare Stellung, hinterfragt Motive und bezieht den Charakter der Täter und Opfer mit ein. Das schafft Nähe für den Leser, das weckt immer wieder auch Emotionen.

Aber es gibt für mich ein „aber“ bei diesem Buch. Was unterscheidet diesen Erzählband von Fernsehformaten, die gemeinhin gerne als „Trash“ bezeichnet werden? Auch da werden Fälle vorgestellt, die oft genug vor Gericht enden, auch da steht häufig der Täter und seine Sichtweise sehr weit vorne. Aber es gibt einen entscheidenden Unterschied: Von Schirach stellt seine Protagonisten nicht bloß. Dazu trägt auch seine an manchen Stellen fast pragmatische Erzählweise bei. Stellen, an denen er ohne jede Ausschmückung nur beschreibt, sind umso eindringlicher, weil sie trotzdem seine eigene Hilflosigkeit spiegeln für Recht sorgen zu müssen und trotzdem Gerechtigkeit nicht zu fühlen. Geschichten aus dem Leben kann man auch so erzählen.

Fazit: Mindestens eins von Ferdinand von Schirachs Büchern lesen, weil es nie falsch sein kann, mal was aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Ferdinand von Schirach: Schuld.
Piper, August 2010.
208 Seiten, Gebundene Ausgabe, 17,95 Euro.

Regina Lindemann

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