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Daniel Defoe: Robinson Crusoe (1719)
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Dort, wo der Film seine Längen hat, dehnt sich die literarische Grundlage ins Unermessliche, nahezu Unerträgliche.
Außer Frage, Defoes Crusoe hat - gilt er in bestimmten Kreisen als erster englischer Roman überhaupt - natürlich einen hohen literarischen Stellenwert.
Lesegenuss kommt jedoch kaum auf – und das trotz „Abenteuern“ mit Piraten und Kannibalen.

Crusoe, der jüngste Spross einer gut situierten Familie, gibt gegen Anraten seiner Familie das Leben in York auf und fährt zur See. Flugs gerät er jedoch an Piraten, die ihn gefangen nehmen. Nach zwei Jahren gelingt ihm die Flucht nach Brasilien. Als ihm jedoch die Sklaven für seine Plantage ausgehen, heuert er wieder auf einem Schiff an, um Nachschub zu holen. Bei einem schweren Sturm kentert das Schiff, und Crusoe wird als einziger Überlebender an die Küste einer unbewohnten Insel gespült. Dort lässt er sich nieder – was bleibt ihm auch ürbig? - und beginnt, sich mit den Umständen zu arrangieren: Er schlachtet das Schiffswrack aus und bedient sich an dem übrig gebliebenen Proviant und den Waffen, baut sich eine Hütte, lebt zunächst von dem, was die Insel ihm an Nahrung bietet, beginnt schließlich damit, gezielt Pflanzen anzubauen, Tiere gezielt zu züchten und Kleidung herzustellen.
So lebt er viele Jahre in absoluter Isolation. Sein einziger „Gefährte“ ist Gott bzw. seine Bibel, in der er täglich liest. Als Robinsons Insel jedoch wieder von einem Kannibalenstamm besucht wird, der in regelmäßigen Abständen zu einem rituellen Festschmaus auf die Insel kommt, gelingt es Crusoe, den Festschmaus, einen Eingeborenen, zu retten - er nennt seinen neuen Gefährten, den ersten Menschen, mit dem er nach 24 Jahren zusammen trifft, Freitag.
Weitere vier Jahre später – Robinson hat Freitag die englische Sprache gelehrt, ihn mit englischen Sitten und Gebräuchen vertraut gemacht und ihm natürlich auch seinen Gefährten Nummer 1, Gott, ganz genau vorgestellt – legt wieder ein Schiff an. Robinson und Freitag „erobern“ das gemeuterte Schiff zurück und setzen die Meuterer auf der Insel aus. Robinson fährt nach 28 Jahren endlich zurück nach England und erfährt, dass er ein reicher Mann ist, da seine Plantage während seiner Abwesenheit erfolgreichst weiter geführt worden ist.

So weit, so gut. Klingt alles irgendwie nach Abenteuer und Spannung, danach, als würde der Leser hier einen interessanten, standhaften Menschen kennen lernen, einen, der viele Jahre in Isolation aushält, ohne daran zu zerbrechen, im Gegenteil, sich noch seine Werte bewahrt und schließlich für all dies nicht nur mit Erfahrung, sondern auch mit Reichtum belohnt wird.

Für eine richtig gute Abenteuergeschichte fehlt jedoch das Einfühlen, das Mitempfinden mit dem Protagonisten, das Miterleben einer Ausnahmesituation. Emotional fassbar wird Crusoe für den Leser aber kaum, denn so minimalistisch wie sein Lebensstil ist auch seine Erzählweise - Robinson erzählt selbst, in der Form von Tagebucheinträgen und diese Einträge sind kurz, denn an Tinte muss gespart werden; sie muss ja fast 30 Jahre halten.

Fazit also: Das Thema ist absolut interessant und auch heute noch aktuell- wie sonst
könnte das Sujet der Geschichte noch als Vorlage für Hollywood-Blockbuster dienen?

Aber, ganz ehrlich, Tom Hanks als moderner Robinson ist weitaus kurzweiliger.

Daniel Defoe: Robinson Crusoe (1719).
Insel-Verlag, Frankfurt, September 2006.
404 Seiten, Taschenbuch.

Tanja Muhs

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