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Petra Durst-Benning: Die russische Herzogin
Jetzt bestellen bei amazon.de! Wera ist so ganz und gar nicht die Tochter, die sich der Zarenbruder Konstantin und seine Frau gewünscht haben. Sie ist rebellisch, uneinsichtig und blamiert die Familie immer wieder. Deswegen wird sie schließlich zu ihrer Tante Olga, genannt Olly, nach Stuttgart geschickt. Olly freut sich sehr auf ihre neunjährige Nichte, bedeutet es für sie doch ein Stück ihrer russischen Heimat. Und die vermisst die Prinzgemahlin mehr, als sie zugeben möchte, denn der Kronprinz Karl von Württemberg hat sich als alles andere als ein Traumprinz erwiesen.

Obwohl Wera zunächst hauptsächlich mit ihrem Heimweh und sich selbst beschäftigt ist, fällt ihr doch auf, wie sehr sich das Leben Ollys von dem am russischen Hof unterscheidet. Es kommt ihr fast ärmlich vor, wie das Kronprinzenpaar in Stuttgart lebt. Bis sie echte Armut kennenlernt. Im Laufe der Jahre wird sie zu einer ebenso engagierten Helferin wie ihre Tante und es gelingt ihr, ihren Traumprinzen auf sich aufmerksam zu machen.

Das Buch ist in drei Teilen geschrieben, die Wera in ihrer Kindheit, Backfischzeit und schließlich als Ehefrau zeigen. Eingeleitet werden die Teile jeweils von Gedichten aus der Feder der echten Wera, Herzogin von Württemberg. Im Laufe der Handlung verändert sich Wera merklich und es gelingt der Autorin trotzdem, die Protagonistin sich selbst treu bleiben zu lassen. Der Roman ist aus Weras Perspektive erzählt und das ist das einzige Detail, was mich ein bisschen gestört hat. Die Autorin hält die Perspektive dermaßen perfekt ein, dass ich manchmal das Gefühl hatte, als Leser entgeht mir etwas, das Wera an dieser Stelle auch nur ahnt. Ich bin nicht sicher, ob ich das von einem historischen Roman so will oder ob ich als Leser nicht doch lieber aufgeklärt würde, wenigsten über den Stand der Forschung in einem Nachwort.

Ansonsten ist „Die russische Herzogin“ ein gut zu lesender Roman, der einen wenig beachteten, weil nicht prunkvollen Teil des realen Hoflebens beschreibt. Zu Recht werden Ollys und Weras Verdienste um die Armenfürsorge in Stuttgart gewürdigt und herausgestellt, das Fürsorge nicht gleich Fürsorge ist. Im 19. Jahrhundert kamen laufend neue Meinungen und Erkenntnisse dazu und die Autorin verflicht einiges davon mit ihren Protagonisten.

Anzumerken wäre nur noch: Nicht vom Titel täuschen lassen. Der Roman spielt so gut wie gar nicht in Russland, obwohl Tante und Nichte einmal dorthin reisen und man etwas über die Problematik der Zarenregierung erfährt.

Petra Durst-Benning: Die russische Herzogin.
List, September 2010.
510 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Regina Lindemann

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