Der Tod aus der Teekiste
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Jan Winter: Der Duft des Mangobaums
Jetzt bestellen bei amazon.de! Großbritannien, 1935: Die junge Frau Alma startet mit ihrem Sohn Albert in eine ungewisse Zukunft. Endlich können die beiden ihrem Ehemann Howard nach Malaya folgen, wo diesem der Teil einer Plantage gehört. Alma ist verwundert, wie stark sich ihr Mann verändert hat, schreitet aber dennoch mit Neugier der neuen Situation entgegen und lässt sich nicht entmutigen. Schnell merkt sie, wie es in Malaya zugeht: Die Asiaten werden von den Europäern stets von oben herab betrachtet und haben keine gute Stellung. Alma allerdings freundet sich mit vielen der Einheimischen an und lernt sie zu schätzen. Als ihr Mann plötzlich verstirbt, steht sie vor neuen Herausforderungen, denn sie will um keinen Preis nach Europa zurückkehren.

Jan Winters zweiter Roman profitiert erneut vom großen Wissensschatz des Autors. Auf jeder Seite spürt man als Leser oder Leserin, dass er sich auskennt, dass er Land und Leute erlebt hat und weiß, wovon er schreibt. Besonders die Umgebungsbeschreibungen gelingen mit viel Atmosphäre eindrücklich. Und diesmal scheitert seine Geschichte nicht an der lahm erzählten Geschichte. In Almas Leben packt er genau die richtige Menge an Dramatik – gepaart mit den zahlreichen toll ausgeschmückten Figuren wird »Der Duft des Mangobaums« zu guter Unterhaltung. Und die geschieht überraschend klischeefrei, obwohl es doch im Wesentlichen um eine junge Frau geht, die sich ihren eigenen Weg in einer von Männern dominierten Welt sucht. Vielleicht ist es hier vom Vorteil, dass das Mittelalter weit in der Vergangenheit liegt. Wichtige Eckpunkte der Geschichte werden vor allem die politische Situation der malaiischen Staaten und die Aufbruchsstimmung Europas um 1936 herum. Der Krieg liegt unweigerlich in der Luft und wird selbst im entfernten Malaya immer wieder greifbar, während sich die Nationalsozialisten in Deutschland auf dem Vormarsch befinden.

Im Wesentlichen dreht sich alles um Alma, aber auch das Schicksal der Einheimischen wird häufig deutlich. Der Arzt Samad wird öfter begleitet und auch Almas Kindermädchen, eine Chinesin, bekommt einen Raum in der Geschichte. Alma selbst sympathisiert mit den einheimischen und kann die Haltung ihrer europäischen Mitbürger – Ablehnung, herablassendes Verhalten und Ignorieren – nicht verstehen. Jan Winter bringt so zahlreiche Themen im Roman unter und verknüpft diese geschickt. Er entwickelt eine Geschichte mit Höhen und Tiefen – vielleicht nicht immer spannend, aber doch voller Wissen über das Land und seine Menschen.

In »Der Duft des Mangobaums« erhält man ein lebhaftes Bild von einem fremden Land zu einer für uns nicht greifbaren Zeit. Jan Winter gelingt es, für die Bedürfnisse und Nöte seiner Figuren zu sensibilisieren und immer wieder gute, nachvollziehbare Wendungen in seine Romanhandlung einzubringen. Die Figuren lernt man so richtig kennen!

Jan Winter: Der Duft des Mangobaums.
Marion von Schröder, Oktober 2010.
422 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Janine Gimbel

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