Der Tod aus der Teekiste
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Thomas Lehr: September. Fata Morgana
Jetzt bestellen bei amazon.de! New York, September 2001: Ein schicksalhafter Monat für die junge Sabrina und ihren Vater Martin. Beim Anschlag auf das World Trade Center kommt das Mädchen voller Träume und Zukunftsvisionen ums Leben.
Bagdad, 2004: Bei einem Bombenanschlag in der Stadt muss auch die etwa gleichaltrige Muna ihr Leben lassen und lässt ihren trauernden Vater Tarik zurück.
Zwei Schicksale, zwei Kulturen treffen in »September. Fata Morgana«, einem der nominierten Romane für den Deutschen Buchpreis 2010, aufeinander. Zwei Leben werden plötzlich und brutal beendet, zwei Löcher entstehen im Gefüge der Welt, für manche nicht von Bedeutung, für andere das Schlimmste, was passieren kann.

Thomas Lehr lässt die Töchter und die Väter zu Wort kommen und räumt ohne Punkt und Komma – das ist nicht nur sprichwörtlich gemeint! – mit den Weltmächten und Vorurteilen zwischen den Kulturen auf. Ja, er benutzt wirklich keine Punkte und Kommata, in seinem optischen Gleichfluss fließt die Geschichte dahin und wirkt auf den ersten Blick sperrig und schwer zu lesen. Wir sind es gewöhnt, dass Satzzeichen und eine verlässliche Groß- und Kleinschreibung uns Sätze in augengerechte Portionen teilen. Aber muss man das denn …? Thomas Lehr sagt nein und setzt sich über jede bestehende Rechtschreibregel hinweg. Das sorgt anfangs, vielleicht sogar durchweg, für Irritationen, sollte aber nicht vom eigentlichen gehaltvollen Text ablenken!

Mit viel Anstrengung kann man die anfängliche Berührungsangst aber überwinden und sich schließlich auf das Buch einlassen – ein Probelesen sei deshalb dringend angeraten!
Dieser Roman ist ein sehr persönlicher Roman, besonders auch durch die fehlende Interpunktion. Denn jeder oder jede liest und interpretiert ihn für sich ganz allein mit eigenen Augen. Man kann ihn auch keinesfalls am Stück lesen, sondern bestenfalls immer zwei, drei Kapitel hintereinander, denn das Thema ist kein leichtes. Zwei Mädchen, denen die Türen des Lebens offenstehen, werden plötzlich aus ihrem Zusammenhang gerissen. Zwei Katastrophen verbauen ihnen jegliche Chancen und reißen ihr Leben an sich. Gepaart mit den zahlreichen politischen Analysen und Gedanken über das Gefüge zwischen dem Westen und der östlichen Lebenswelt erweist sich »September. Fata Morgana« als schwere, aber lohnenswerte Kost. Auch in diesem orthografischen Wirrwarr stecken viele Bilder zwischen den Zeilen

Gewagt und provokant, sperrig und schwergängig. Tiefgehende Lektüre, die noch tagelang nachhallt. Ein Buch, das man lesen sollte, interessiert man sich für die Thematik und scheut keine ungewöhnliche Schreibweise.

Thomas Lehr: September. Fata Morgana.
Hanser, August 2010.
480 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,90 Euro.

Janine Gimbel

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