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Steve Stern: Der gefrorene Rabbi
Jetzt bestellen bei amazon.de! Auf der Suche nach einem Stück Leber findet der 15-jährige pubertierende Bernie in der Tiefkühltruhe seiner Eltern einen eingefrorenen Mann. Mutter und Vater erklären, dass es sich dabei um einen Glücksbringer der Familie handelt, der von Generation zu Generation weitergegeben wird. Als der Mann schließlich auftaut, verändert sich Bernies Leben, ja sogar das Leben der ganzen Familie grundlegend. Der Rabbi aus der Vergangenheit stößt sie auf die Missstände ihrer Zeit und macht da weiter, wo er aufgehört hat. Bernie setzt unterdessen alles daran, Genaueres über seine Familie und ihre Herkunft zu erhalten.

Der amerikanische Autor Steve Stern gibt in seinem neusten Roman, dem ersten auf Deutsch erschienenen, erneut Einblicke in jüdische Traditionen und versucht, diese aus einem amüsanten Blickwinkel zu betrachten. »Der gefrorene Rabbi« besteht aus zwei Handlungssträngen, die sich unweigerlich bei der Gefriertruhe der Karps treffen. Zum einen wird die Vergangenheit im 19. und 20. Jahrhundert erzählt als die Geschichte des Rabbis, zum anderen betrachtet Stern kritisch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. An sich eine gute Mischung, nur an der Umsetzung hapert es hier. Es gelingt dem Autor sehr gut, einen interessanten Blick auf die Gegenwart zu gestalten und diese auch mit einem Augenzwinkern zu verpacken. Die Szenen der Vergangenheit ziehen sich hingegen endlos und werden sehr trocken erzählt. Wenn dann noch ständig Worte der jiddischen Tradition auftreten und man ein Glossar vergebens sucht, schmälert das die Lesefreude.

Der Witz ist oft versteckt, manchmal könnte man ihn sogar als bissig bezeichnen. Stern weiß, wie er Kritik verpacken kann, so dass sie nicht mit bloßem Auge sichtbar, für den aufmerksamen Betrachter allerdings augenscheinlich ist. Die verwendeten Ideen sind überaus skurril und regen zum Lachen an.

Originelle Ideen mit häufig langatmiger Umsetzung. Wer sich durchbeißt, wird immerhin belohnt mit einem pfiffigen, wenn auch verwirrenden Finale.

Steve Stern: Der gefrorene Rabbi.
Karl Blessing Verlag, Januar 2011.
496 Seiten, Gebundene Ausgabe, 21,95 Euro.

Janine Gimbel

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