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Douglas Preston/Lincoln Child: Fever - Schatten der Vergangenheit
Jetzt bestellen bei amazon.de! Einmal im Jahr veröffentlicht das amerikanische Autorenduo Douglas Preston und Lincoln Child einen neuer Pendergast-Thriller. In der 2011er-Ausgabe „Fever“ geht‘s um die Vergangenheit des aristokratischen und meist unnahbaren FBI-Agenten.

Aloysius Pendergast findet heraus, dass der Tod seiner Frau Helen vor zwölf Jahren kein Unfall, sondern Mord war. Mit seinem Polizisten-Freund Vincent d‘Agosta macht er sich daran, den oder die Mörder zu finden.

Das ist der Ausgangspunkt für eine zum Teil abstruse Handlung, in der das verschollene Bild eines Malers aus dem 19. Jahrhundert, die Vogelgrippe, eine ausgestorbene Papageienart, eine verrückt gewordene Familie und ein Forschungslabor vorkommen. Oft dienen diese Details – wie die Jagd nach besagtem Bild – lediglich einem spannenden Handlungsstrang, der sich aber im Gesamtgefüge des Romans als gar nicht so wichtig herausstellt. Aber das ist typisch für Bücher von Douglas Preston und Lincoln Child. Ihre Romane, die stets auf der Grenze von Wissenschaft und Übersinnlichem balancieren, leben von der Atmosphäre, faszinierenden Themen, einem fürs Thriller-Genre hervorragenden Stil und viel Spannung. Wer würde angesichts solcher Pluspunkte noch nach der inneren Logik des Handlungsaufbaus fragen?

„Fever“ ist zugleich der Beginn einer Trilogie um weitere Geheimnisse der Familie Pendergast. Das macht sich in einigen Themen bemerkbar, die in diesem Band nur angedeutet werden, aber in späteren Romanen noch aufgegriffen werden dürften. Dazu gehört die Behauptung von Pendergasts Mündel Constance Greene, sie sei vor über 130 Jahren geboren worden.

„Fever“ kommt vielleicht nicht ganz an die Qualität von Pendergast-Spitzentiteln wie „Darkness“ (2009) heran, übertrifft aber bei weitem den Vorgänger-Roman „Cult“, der 2010 den bisherigen Tiefpunkt der Serie bildete.

Douglas Preston/Lincoln Child: Fever - Schatten der Vergangenheit.
Droemer, Januar 2011.
508 Seiten, Hardcover, 19,99 Euro.

Andreas Schröter

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