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China Miéville: Die Stadt und die Stadt
Jetzt bestellen bei amazon.de! Borlú ist Kommissar eines Einzugsgebietes in Ul Qoma, das ihn stets auf Trab hält. Der neuste Fall seines Reviers stellt ihn vor ein großes Rätsel: Eine tote Frau taucht in den Straßen auf und bei Nachforschungen über ihre Identität wird schnell klar, dass es diese Frau gar nicht geben dürfte. Sie ist nicht in Borlús Stadt geboren, sondern in ihrer dunklen Seite, Beszel, der Seite, die die Bewohner nicht mehr wahrnehmen. Unmöglich, sagt sich Borlús und doch mahnt ihn die Leiche zum Überdenken. Ist es möglich, dass die junge Frau von der einen zur anderen Seite gewechselt hat? Und wie kam sie zu Tode … ist das Netz der Intrigen vielleicht weiter gesponnen als Borlú bisher dachte?

China Miéville bringt in seinen neusten Roman zahlreiche interessante Ideen ein: Er entwirft das Bild einer Stadt, die in sich geteilt ist, von einer unsichtbaren Mauer durchzogen. Die Menschen wachsen miteinander auf, aber doch ohne einander. Sie können die jeweils andere Seite nicht sehen, wissen teils noch nicht einmal von ihrer Existenz. Borlú kennt die Besonderheit der Stadt, ist aber durch das Auftauchen der Leiche gleichfalls ratlos. Ul Qoma und Beszel bilden keine Einheit und die Wahrnehmung der Menschen ist so stark beeinträchtig, dass sie nur noch sich selbst sehen. In diesem Geflecht muss der Kommissar seine Ermittlungen führen und steigt schon bald in die Tiefen der Stadt und der Stadt ein.

Miévilles Beweggründe sind zweifellos gut gewesen, die Umsetzung des spannenden Stoffes gelingt aber nicht recht: Erst liest sich »Die Stadt und die Stadt« wie jeder x-beliebige Krimi, dann kommt ein Aspekt von Fantasy hinzu, jede Entwicklung dauert aber für den Roman von normalem Umfang überaus lange, es entsteht eine gewisse Langatmigkeit. Wenn dann auch noch die Figuren nicht recht an Kontur gewinnen oder Interessantes zu berichten wissen, bleiben die ehemals tollen Ideen leider auf der Strecke. Der talentierte Autor kann mit »Die Stadt und die Stadt« nicht an seine anderen Erfolge anschließen. Es fehlt der Geschichte an Tiefe und auch Stoff für über 400 Seiten. Allein die Einleitung beläuft sich alles in allem auf gut 150 Seiten, in denen allerdings nicht wirklich etwas passiert.

Tolle Ideen verlieren sich hier in der Umsetzung. »Die Stadt und die Stadt« ist keinesfalls empfehlenswert, auch nicht für Fans des Autors.

China Miéville: Die Stadt und die Stadt.
Bastei Lübbe, August 2010.
432 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Janine Gimbel

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