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Karen Winter: Das Feuer der Wüste
Jetzt bestellen bei amazon.de! Namibia, 1959: Die von Deutschen abstammende Ruth ist Mitte 20 und lebt mit ihrer Mutter allein auf Salden’s Hill und bewirtschaftet die Schaffarm nach besten Kräften. Sie ist eine stämmige junge Frau, weiß, was sie will, und behauptet sich gegenüber den Männern. Sie träumt davon, die Salden Farm im ganzen Land bekannt zu machen und vielleicht mit Schafskäse berühmt zu werden. Auf einer Feier muss sie jedoch im Gespräch mit anderen Farmern ernüchtert feststellen, dass es um Salden’s Hill gar nicht gut steht. Der aufgenommene Kredit muss bis Ende des Jahres bezahlt werden. Doch Ruth und ihre Mutter haben kein Geld mehr. Ruth zieht in die Großstadt, um dort mit der Bank zu verhandeln. Hier kommt allerdings alles anders und sie lernt bei Aufständen der schwarzen Bevölkerung den ebenfalls Schwarzen Horatio kennen und stößt auf ein Geheimnis ihrer Familie. Seit 1904 ist ihre Großmutter mit einem wertvollen Diamanten, dem Feuer der Wüste, spurlos verschwunden. Dieser Diamant könnte Ruths Sorgen zerstreuen, doch gefunden werden muss er erst noch.

Karen Winter entführt in ihrer Geschichte nach Namibia vor etwa 50 Jahren. Die Schwarzen sind aufständisch und kämpfen um ihre Rechte und Protagonistin Ruth – der Inbegriff einer jeden weiblichen Figur im historischen Roman – hat von alledem keinen blassen Schimmer. Es ist Horatio, der sie einführt in die Geschichte des Landes - unterstützt durch Glossar und eine Übersicht zur geschichtlichen Entwicklung -, während sie ihm zeigt, was ein Mann wirklich können muss. Denn Ruth ist burschikos, hat Ahnung von Autos und Schafen und weiß sich in der Welt zu behaupten. Innerhalb der Geschichte gibt die Autorin immer wieder Einblicke in die Entwicklungen des Landes, mit und ohne Besatzer. »Das Feuer der Wüste« mag ein netter Einsteigerroman in die Afrika-Thematiken sein, überzeugt aber nicht vollends.

Alles ist im Großen und Ganzen vorhersehbar. Schon anhand des Klappentextes lässt sich zielsicher bestimmen, wie die Sache ausgehen wird. Die Handlung entwickelt sich überraschungslos, hat aber durchaus interessante Momente, immer dann, wenn die Autorin näher auf die Landesgeschichte und die Gepflogenheiten der Ureinwohner eingeht. Sie versucht zu sensibilisieren für die andere Blickweise auf Namibia und die Gegenstimmen, die allzu oft in dieser Zeit nicht gehört wurden. Das gelingt, verhilft dem übrigen Roman allerdings zu keinem großen Ruhm. Die Geschichte ist schlichtweg langweilig und plätschert vorhersehbar vor sich hin. Wer große Überraschungen hasst, ist hier bestens bedient. Es fehlt den Beschreibungen an Lebhaftigkeit und den Gefühlen, die beschrieben werden, an Tiefe. Wenn Karen Winter eine Szene umschreibt, entstehen eben nicht die farbenfrohen Bilder, so dass man meinen könnte, man sei live mit dabei. Die Wahrnehmung bewegt sich irgendwie an der Oberfläche und erreicht die Tiefe nicht.

Kann man lesen, muss man aber nicht. Allenfalls nettes Beiwerk für Zwischendurch – die ganzen großen Afrika-Romane sehen anders aus.

Karen Winter: Das Feuer der Wüste.
Bastei Lübbe, November 2010.
384 Seiten, Taschenbuch, 8,95 Euro.

Janine Gimbel

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