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Beth Fantaskey: Der Vampir, den ich liebte, gelesen von Luise Helm
Jetzt bestellen bei amazon.de! Jessica hĂ€lt sich fĂŒr einen ganz normalen amerikanischen Teenager, obwohl sie weiß, dass sie einst als Baby von ihren Adoptiveltern aus RumĂ€nien mitgebracht wurde. Ihr Leben lang hat man Jessica erzĂ€hlt, ihre leiblichen Eltern seien AnhĂ€nger einer Sekte gewesen und ums Leben gekommen. Jessica geht auf eine ganz normale Schule, hat normale Hobbys und normale Freunde. Alles was nicht wissenschaftlich erklĂ€rbar ist, ist ihr fremd. Da tritt kurz vor ihren achtzehnten Geburtstag Lucius in ihr Leben. Nicht nur, dass der junge RumĂ€ne sie mit ihrem alten Namen anspricht und seltsam altmodische Gewohnheiten hat. DarĂŒber hinaus behauptet er auch noch ein Vampir zu sein und Jessica seine ihm versprochene Vampirprinzessin. Nur ihrer beider Heirat könne einen blutigen Krieg im fernen RumĂ€nien verhindern. Aber Lucius ist nicht so mĂ€chtig und selbstĂ€ndig wie er sich gibt. Beinah zu spĂ€t erkennt er das perfide Spiel, das Ă€ltere und erfahrenere Vampire mit dem jungen Paar treiben.

„Der Vampir, den ich liebte“ ist kein billiger Abklatsch der „Biss“-Romane, sondern ein Jugendroman, der sensibel mit den Themen fremde Kulturen und Erwachsenwerden umgeht. Jessica entwickelt sich im Laufe der Handlung ebenso fort wie Lucius, gemeinsam und doch jeder fĂŒr sich begreifen sie die Welt um sich herum. Sie treffen falsche und richtige Entscheidungen und lernen daraus. Nur das ermöglicht es, dass sie am Ende bereit sind, sich etwas zu stellen, was sowohl fĂŒr sie als auch fĂŒr ihre Umwelt einfach nur richtig ist.

Hervorragend gewĂ€hlt fĂŒr diese Geschichte ist die Vorleserin Luise Helm, die deutsche Stimme von Scarlett Johannson. Sie gibt Jessica Unschuld und gleichermaßen Lucius Sicherheit, genauso wie sie die Umkehrung am Ende stimmlich dem Zuhörer nahebringt.

Fazit: Sehr empfehlenswert, ebenso spannend wie berĂŒhrend.

Beth Fantaskey: Der Vampir, den ich liebte, gelesen von Luise Helm.
Arena Verlag, Januar 2011.
5 CDs, 19,99 Euro.

Regina Lindemann

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