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Eugene O’Neill: Eines langen Tages Reise in die Nacht (1956)
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Dreist irgendwie, was dem Leser/Zuschauer da zugemutet wird, denn wen begeistert schon der Seelenstriptease eines amerikanischen Dramatikers und Literaturpreisträgers des Jahres 1936, der in seinem semi-fiktionalen Stück - und das „semi“ ist noch geschönt! – seine Familiengeschichte aufarbeitet? – Uninteressant! Eugene O’Neill hätte besser in einen guten Psychiater investiert, anstatt Publikum/Leserschaft mit seinen Problemen zu belasten und zu langweilen!
Ja, das ist eine Einstellung und sogar eine nachvollziehbare, aber...

Ein kleiner Exkurs:

Was ist Schreiben? Was schreibt man und mit welchem Ziel?
Wenn man etwas Gutes schreiben will, etwas, das andere Menschen berührt, dann schreibt man über Dinge, die einem persönlich wichtig sind, denn sonst bleibt ein schaler Nachgeschmack, ein fragendes, mehr verlangendes „Was nun?“ oder ein eskapistisches „Schön, ich habe mich für fünf Minuten gut unterhalten, nehme vielleicht ein kleines Lächeln mit auf den Weg zurück in meinen Alltag... aber das war’s dann auch! Einen bleibenden Eindruck hat es nicht hinterlassen und beim ersten Stau auf der A40 (oder wahlweise anderen stark befahrenen Autobahnen) habe ich meinen Lacher von vorhin schon wieder vergessen!“

Eugene O’Neill schreibt – nachhaltig - über das, was ihm wichtig ist – über Lebensziele, Lebensträume, Lebenslügen, über seine Familie und den Einfluss, den sie auf all das genommen hat.

Und Eugene O’Neill ist Dramatiker... Sie wissen schon, die alten Griechen, Mitleid und Furcht und schlussendlich die Katharsis, die Reinigung, Erhebung, die Bewegtheit des Zuschauers/Lesers beim Miterleben der großen Tragik.

Vorhang auf- und hier kommt sie, die hiberno-amerikanische Familie. James Tyrone, der gestrenge Vater Mary Cavan Tyrone, die von Morphium abhängige Mutter James Tyrone Junior (Jamie), der dem Alkoholismus verfallene, ältere Bruder und Edmund Tyrone, der Träumer (und Eugene O’Neill selbst).

Alle Charaktere reisen durch einen Tag des Jahres 1912, alle reisen gleichzeitig zurück in ihre Vergangenheiten und alle begegnen dort ihren Lebensträumen, die sie nie zu leben gewagt haben, die verdrängt wurden durch irgendwelche äußeren Ansprüche und Zwänge. Und: Alle geben sich gegenseitig die Schuld daran, dass diese Träume unerfüllt bleiben mussten. Alle gehen auch irgendwie damit um. Tragisch falsch, ohne Wagemut, selbstzerstörerisch flüchtend, vermeidend, unbefreiend – außer Edmund. Edmund flüchtet auch irgendwie, aber er flüchtet anders - in die Poesie, ins Schreiben.

Ein Aufruf zum Mutigsein, zum Blick in sein eigenstes Innerstes, zur Verwirklichung seiner Lebensträume, zum Erkennen, seines eigenen Glückes Schmied zu sein

Gleichzeitig ein Aufruf, Wichtiges, Richtiges, absolut Persönliches zu schreiben, sich dafür nicht zu schämen, sich selbst als Exempel zu statuieren - und dadurch andere in ihrem eigensten Innersten zu bewegen.

Eugene O’Neill: Eines langen Tages Reise in die Nacht (1956).
Fischer, Frankfurt a.M., Februar 2002.
144 Seiten, Taschenbuch.

Tanja Muhs

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