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Andreas Dresen: Ava und die STADT des schwarzen Engels
Jetzt bestellen bei amazon.de! Fahrat traut seinen Augen kaum, als er bei einem Gang durch die Straßen am hellen Tag einen Golem sieht. Und dieser Golem ist auch gerade dabei, eine verängstigte Frau zu verspeisen. Der Schwertler nimmt all seinen Mut zusammen und rettet Ava, die junge Frau, vor dem sicheren Tod. Welche Lawine er dadurch losgestoßen hat, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Die beiden können entkommen und die „normalen“ Menschen merken nichts von dem Spuk. Denn sie teilen sich ihre Stadt mit der STADT, einer Parallelwelt, in der Golems, Hexen, Chimären und Engel in einen schon lange andauernden Streit miteinander verflochten sind. Ava ist ohne ihr Wissen der Mittelpunkt dieses Streits, denn vor kurzem brachte sie Zwillinge zur Welt, die ihr dann gewaltvoll entrissen wurden. Wegen ihrer seltsamen Geschichten landete sie in einer Therapieeinrichtung und die Kinder dort, wo sie niemals hätten landen dürfen: In den Fängen des Kanzlers der STADT. Ava und Fahrat setzen alles daran, die Säuglinge aus seiner Gewalt zu befreien und das Unheil, welches der STADT und ihrer menschlichen Schwester droht, abzuwenden.

In Teilen erinnert Andreas Dresens Fantasyroman an China Miévilles »Die Stadt und die Stadt«. Auch hier existieren zwei Welt am selben Platz und die jeweiligen Bewohner der Städte nehmen einander nicht mehr wahr. Im Gegensatz zum englischen Vorbild gelingt es Andreas Dresen allerdings, seinen Stoff interessant und spannend zu vermitteln – und das auf nur 200 Seiten! Gibt es das überhaupt, einen guten Fantasyroman mit nur 200 Seiten? Nach dem Lesen von »Ava und die STADT des schwarzen Engels« werden Sie mit einem „Ja“ antworten können. Natürlich kann man viele der von Dresen vorgestellten Szenen auch ausführlicher schreiben, wer allerdings direkte Worte und klare Ansagen mag, ist hier bestens bedient. Dresen hält sich mit Nebensächlichkeiten auf und bietet auch nur wenige Nebenhandlungen an. Alles dient dem Hauptziel und der Autor verzaubert durch eine bunte Vielfalt von magischen Wesen, die zum Staunen einladen, wenn man bedenkt, dass fast nichts, was er schreibt, wiederlegt werden kann. Denn wer sagt denn, dass es nicht auch auf der Erde eine Parallelwelt dieser Art gibt?

Bei der gut vorangetriebenen Handlung bleiben die Figuren als solche etwas auf der Strecke. Fahrat, Ava und der Kanzler bieten die wichtigsten Eckpunkte. Ihr bisheriges Leben wird nur in knappen Worten umrissen, am ehesten mehrdimensional ist noch Fahrat. Bei ihm lässt sich spüren, dass er sich in vielfachen Widersprüchen befindet und selbst die Rettung Avas für ihn Probleme aufwirft. Er ist nicht der klassische, übermenschliche Held, sondern ein Mensch wie Ich und Du, ein Mensch mit besonderen Fähigkeiten. Er soll mutiger Kämpfer sein, würde aber viel lieber auf dem Sofa liegen bleiben. Sein Pflichtgefühl ruft ihn allerdings auf, sich für die STADT einzusetzen und an Avas Seite den Gefahren zu trotzen. Diese Figur bietet noch Potenzial für etwaige Folgebände, die es geben kann, aber nicht muss.

»Ava und die STADT des schwarzen Engels« bietet einen guten Einstieg ins Fantasygenre für alle jene, die noch nicht wissen, ob Fantasy ihnen liegt oder nicht. Hier erhält man völlig unkompliziert einen Einblick in die Zusammenhänge, ohne sich an einen 700 Seiten starken Roman binden zu müssen. Gepaart mit einem guten Schreibstil steht Andreas Dresens Geschichte für einige unterhaltsame Lesestunden.

Andreas Dresen: Ava und die STADT des schwarzen Engels.
Acabus Verlag, Februar 2011.
200 Seiten, Taschenbuch, 12,90 Euro.

Janine Gimbel

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