Der himmelblaue Schmengeling
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Richard Harland: Liberator
Jetzt bestellen bei amazon.de! Ein paar Monate sind vergangen seitdem Riff und die Dreckigen den Juggernaut Worldshaker geentert und ihn in Liberator umbenannt haben. Für Col Porpentine und seine Familie, die einst zu den führenden Personen des Schiffes gehörten, hat sich dadurch Vieles verändert. Sie gelten nun als die Protzer und werden von den ehemals Dreckigen ausgegrenzt und in Ghettos zusammengeführt. Sie müssen sich verstecken, um ihr Leben bangen und werden wie wertlose Sklaven gehalten. Das Blatt hat sich wahrlich gewendet! Die Dreckigen haben das Kommando auf dem Liberator übernommen und führen ihn nach ihren eigenen Ideen. Das erste Mal an ihre Grenzen kommen sie, als der Brennstoff auf dem Schiff auszugehen droht. Wie tankt man den Liberator? Und wie kann das Andocken an einer der internationalen Stationen funktionieren, ohne dass die potenziellen Feinde etwas mitbekommen von den Veränderungen auf dem Schiff? Col versucht den Dreckigen unter die Arme zu greifen und bringt dabei seine Beziehung zu Riff in Gefahr …

Richard Harlands Figuren sind merklich gereift. Waren sie im ersten Band »Worldshaker« noch Teenager, sind sie in »Liberator« bereits junge Erwachsene. Doch eins bleibt beiden Romanen gemein: Die unverwechselbare Steampunk-Atmosphäre des elisabethanischen Zeitalters, ohne dass Harland allzu sehr auf das Genre vertrauen würde. Er entwirft vielmehr mit eigenen Ideen ein ganz neues Konzept mit Juggernauts und den gesellschaftlichen Schichten der Dreckigen und Protzer. Das Blatt hat sich allerdings gewendet: Wer im ersten Band zu den besser Gestellten zählte, ist nun ganz unten in der Gesellschaft angekommen und genau das erlebt Col am eigenen Leib. Auch seine Beziehung zu Riff, die in der Zwischenzeit durchaus Vertiefung erfahren hat, regt ihn und die junge Frau zu einer Achterbahn der Gefühle an.

Es treten auch neue Akteure auf: Die intrigante Lye, eine Angehörige der Dreckigen, intrigiert gegen Col und versucht die Beziehung zwischen ihm und Riff zu sabotieren. Sie ist mitunter eine der spannendsten Figuren von »Liberator« und sorgt für Zündstoff in dem Roman für Jugendliche ab 14 Jahren. Nie kann man Lye als Leser oder Leserin genau durchschauen, ihre Rolle bleibt bis zuletzt unklar und macht das Szenario merklich spannender.
Die Lektüre des ersten Bandes wird dennoch deutlich vorausgesetzt, um vor allem die Schwankungen zwischen Riff und Col bestens genießen zu können. Die jungen Menschen liefern sich bissige Dialoge, es gibt Gefahren zu bestehen und Freundschaften zu wahren. Col lernt am eigenen Leib, was es heißt, sich für andere einzusetzen und am Rande der Gesellschaft zu den Ausgegrenzten zu gehören. Er ist reifer geworden, ist nicht mehr das Muttersöhnchen aus gutbürgerlichem Hause und hat in den letzten Monaten erfahren müssen, wie grausam das Leben manchmal sein kann. Die neuen Charakterzüge lassen sich leicht nachvollziehen und wirken authentisch. Durch viele Parallelen empfiehlt es sich dringend für Leser und Leserinnen, die am »Worldshaker« Gefallen gefunden haben, auch »Liberator« zu lesen. Richard Harlands Stärke liegt vor allem darin, dass er viele Gedanken des ersten Bandes hier weiterführt und wieder aufgreift.

Eine würdige Fortsetzung des Steampunk-Abenteuers! Erneut verpackt Richard Harland Gesellschaftskritik in dem spannenden Gewand einer alternativen Realität und lädt Jugendliche und interessierte Erwachsene zum Nachdenken ein.

Richard Harland: Liberator.
Jacoby & Stuart, März 2011.
412 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Janine Gimbel

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