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Paolo Bacigalupi: Biokrieg
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der dystopische Roman „Biokrieg“ von Paolo Bacigalupi erzählt in überschäumenden Bildern eine nicht umzukehrende Entwicklung in naher Zukunft: Ein Leben ohne Öl, das einen Maschinenantrieb durch Muskelkraft nötig macht. Die Energie wird nach den Kalorien berechnet, die zur Arbeitskraft benötigt werden. Es wüten künstlich generierte Krankheiten und Schädlinge. Profitgierige Unternehmen wie U-Tex oder AgriGen haben alle Nahrungsmittel genmanipuliert mit der Folge, dass der Lebensmittelmarkt unter wenigen Großunternehmen aufgeteilt wurde.
In diesem Szenario taucht Anderson Lake von AgriGen auf, um in Thailand letztes, nicht manipuliertes Saatgut ausfindig zu machen. Er verliert sich in einem fremdartigen Land, das isoliert von anderen Staaten lebt und seinen Vorteil, den Erhalt einiger nicht-genmanipulierter Lebensmittel, durch strenge Kontrollen bewahren will. Er wird auf eine seltsame, borstige Frucht aufmerksam, was dem Leser sofort ein wenig Negier entlockt. Außerdem erleben wir aus seiner Sicht zum ersten Mal den Anblick elefantenähnlicher Wesen, die eigens gezüchtet wurden, um Maschinen anzutreiben.
Anderson Lake begegnet dem neu erschaffenen Menschen Emiko und gibt der künstlichen Frau vorrübergehend ein Zuhause. Sie und ihre Artgenossen wurden in Japan eschaffen, um zu gehorchen und den Alten und Schwachen zu dienen. In Thailand als Aufziehmädchen verspottet (Originaltitel: „The Windup Girl“), arbeitet sie als Prostituierte und hat außer Anderson keine Fürsprecher; ihr Leid gibt dem Leser die Chance, wenigstens in ihr eine Identifikationsfigur zu finden.
Weitere Figuren, aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird, sind der Volksheld Jaidee, der Thailands Grenzen sichert, der chinesische Flüchtling Hock Seng, der in Andersons Fabrik arbeitet und Kanya, die Jaidee zunächst unterstützt.
Der Wissenschaftsthriller greift ungeheure und doch vorstellbare Folgen des Klimawandels und der Gentechnik auf, Spannung und Empathie sind jedoch subjektiv, und ich konnte mit keiner der Figuren wirklich mit fiebern, am Lesen gehalten hat mich die Stimmung des Romans, die farbenprächtige Ausstattung der Handlungsorte, die Mischung aus Fremdheit und dem Gefühl „das musste ja so kommen“.
Deshalb zuletzt noch ein Einblick auf die Preise, die der Erstlingsroman von Bacigalupi sicher mit einiger Berechtigung errungen hat:
Der wichtigste Preis der SF-Literatur, der Hugo-Award, ging 2010 an „The Windup Girl“ von Paolo Bacigalupi, der damit China Tom Miéville übertraf. Der Preis wird durch die Teilnehmer der SF-Worldcons zu Ehren von Hugo Gernsback verliehen.
Außerdem errang „The Windup Girl“ 2009 den Nebula Award und 2010 den Campbell Award.

Paolo Bacigalupi: Biokrieg.
Heyne, Februar 2011.
608 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Corinna Griesbach

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