Der Tod aus der Teekiste
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Philip Pullman: Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus, gelesen von Hanns Zischler
Jetzt bestellen bei amazon.de! Mit seinem neuen Roman hat sich Philip Pullman, eigentlich Garant für tolle Jugendunterhaltung, nichts Gutes getan! Sein Ausgangspunkt sind die Evangelien der Bibel und was sie von Jesus erzählen, aber auch aktuelle Forschung um den historischen Jesus. Beides versucht er in einer erzählten Geschichte miteinander zu verbinden. So bekommt Maria statt dem Jesuskind gleich zwei Jungs in der Weihnachtsnacht. Sie nennt sie Jesus und Christus und die beiden werden mit der Zeit erwachsen. Der eine beginnt, als Prediger durchs Land zu ziehen und seine Lebenserfahrungen an die Menschen weiterzugeben, der andere sinnt nach höherem: Er will sich am Erfolg seines Bruders gütlich tun und eine große, ja übergroße Organisation gründen, in der er alle Nachfolgenden seines Bruders vereinen will. Natürlich bringt das auch gute Steuereinnahmen ein und würde ihm selbst zu Ansehen verhelfen …

Pullmans Roman ist provokant, keine Frage. Es fehlt aber das gewisse etwas und der Autor hat es sich oftmals zu leicht gemacht. Er zitiert nicht selten wortwörtlich aus Bibelübersetzungen und bastelt bekannte Geschichten in einer neuen Reihenfolge aneinander. Einen Literaturpreis kann er dafür gar nicht verlangen, es hat vielmehr etwas vom Guttenberg-Stil. Im Hörbuch fehlen natürlich auch jegliche Quellenangaben.

Immerhin ist Hanns Zischler eine sehr gute Wahl für die Hörfassung. Seine Stimme hat etwas von einem großväterlichen Erzähler, der über dem Geschehen schwebt und aus neutraler Perspektive berichtet. Das tut der nicht sonderlich interessanten Geschichte sehr gut! Auch bei den sporadisch vorhandenen Witzen brilliert er vor allem durch Ironie und Ruhe.

Eine Zielgruppe für dieses Hörbuch und den dazugehörigen Roman lässt sich nur schwer bestimmen. Für Pfarrer und andere Kirchenpersonen findet sich hier wenig Neues und über die Provokation wird man wohl eher lächeln können, Interessierte mögen ihren Gefallen daran finden und Laien sind schon fast überfordert und kaum in der Lage, die ganze Tragweite zu überblicken. Wer etwas von Philip Pullmans Religionskritik wissen möchte, der lies doch besser über Lyra und den magischen Kompass, denn hier gelingt es dem britischen Autor hervorragend, seine Kritik so in die Geschichte einzuweben, dass man sie sich ohne gar nicht mehr vorstellen kann.

Wenig empfehlenswertes Hörbuch. Inhaltlich kaum überzeugend, aber immerhin mit einem sehr guten Sprecher versehen.

Philip Pullman: Der gute Herr Jesus und der Schurke Christus, gelesen von Hanns Zischler.
Dhv – Der Hörverlag, Februar 2011.
4 CDs, 19,95 Euro.

Janine Gimbel

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