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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Georg Meier: Kein weiter Weg vom Puddingshop zum Père Lachaise
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der Puddingshop, jener legendäre Istanbuler Treffpunkt der 60er und 70er Jahre, in dem die Hippies auf ihrem Trail Richtung Indien haltmachten, steht genauso Pate für den Titel des neuen Buches von Georg Meier, wie der größte Pariser Friedhof Père Lachaise, auf dem nicht nur Honoré de Balzac, Georges Bizet und Frédéric Chopin, sondern auch ebenjenes Idol der späten 60er Jahre, Jim Morrison begraben liegen. Und damit schließt sich schon fast der Kreis: Das Erleben der Hippiezeit war für einige auch eng verbunden mit dem Konsum von (nicht selten überdosierten) Drogen - und so lässt Meier bereits im Titel seines neuen Buches den potentiellen „Weg“ eines seiner Protagonisten bildlich anklingen.
Georg Meier, 1947 in Gießen geboren, gibt in seiner Vita an, in den Jahren von 1966 – 1973 „Lehr- und Wanderjahre“ als Beatnik, Gammler und Hippie in europäischen Großstädten und Gefängnissen verbracht zu haben. Dass er auch mehrmals auf dem Landwege nach Indien gereist ist, glaubt ihm jeder, der sein aktuelles Werk „Kein weiter Weg vom Puddingshop zum Père Lachaise“ liest. Darin erzählt Meier in 15, mitunter kurzen Stories, vom Koksen, vom An- und/oder Verkauf von Drogen und der freien Liebe. Und immer wieder spielt Musik eine große Rolle seiner Episoden; nur als kurze Andeutung eingefügt, verleiht Meier jedoch mit der Benennung von Musikern, Bands Musikstücken oder Albumtiteln seinen Geschichten den dazu passenden Soundtrack.
Bis auf vier Geschichten, die in jüngerer Vergangenheit verortet sind, spielen die Stories in jener Zeit, in der Namen wie Morrison, Hendrix und Joplin groß geschrieben wurden. Die Protagonisten Meiers leben politisch, verdeutlichen dem Leser Zeitgeschehen anhand beschriebener Erlebnisse oder Charaktere und bilden ab, was, so ist man als Leser versucht zu glauben, auch als Erfahrungsberichte des Autors gelten könnten. Nicht selten gehen die Kurzgeschichten Georg Meiers als autobiografische Matrizen durch und lassen persönliche Züge des Autors erkennen. „Kein weiter Weg vom Puddingshop zum Père Lachaise“, erschienen als ansprechende gebundene Ausgabe im Berliner Dittrich Verlag und ist nicht nur eine kurzweilige Lektüre für Menschen, die den „alten Geschichten“ ihrer Jugend nachspüren wollen, sondern zudem für jene interessant, die einen detaillierteren Einblick mit der Fragestellung „Wie war das eigentlich damals wirklich?“ suchen.

Georg Meier: Kein weiter Weg vom Puddingshop zum Père Lachaise.
Dittrich Verlag, März 2011.
240 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,80 Euro.

Sven-Andre Dreyer

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