'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Marcel Theroux: Weit im Norden
Jetzt bestellen bei amazon.de! Weit im Norden wurde einst eine Siedlung gegründet von Menschen, die sich dem modernen Leben entziehen wollten. Als die Welt zusammenbrach, rettete ihnen das zunächst das Leben. Sie werden zur Anlaufstelle von Klimaflüchtlingen, hungernden Menschen, die alles für das nackte Leben aufgegeben haben. Allen Rettungsversuchen zum Trotz, ist ein Großteil der Erde für die menschliche Besiedlung nicht mehr geeignet. Nur die Härtesten haben überlebt.

Makepeace ist in dieser Welt aufgewachsen. Geboren als Tochter eines der ersten Siedler, war sie ein Teenager, als es begann mit der Welt zu Ende zu gehen. Jetzt ist sie erwachsen und die letzte, die in der alten Siedlung noch lebt. Auf sich allein gestellt zu sein hat sie hart, aber auch stark gemacht. Aber vielleicht ist sie nicht so stark, wie sie dachte, denn das Auftauchen und Verschwinden eines einzigen Menschen treibt sie kurz vor den Selbstmord und die pure Hoffnung durch ein abgestürztes Flugzeug lässt sie sich auf den Weg machen, andere Menschen, vielleicht einen Rest der alten Welt, die sie nur aus Erzählungen kennt, zu suchen.

„Weit im Norden“ ist ein Roman darüber, was mit der menschlichen Moral, mit den Werten der Zivilisation, mit der Kultiviertheit geschieht, wenn es um das nackte Überleben geht. Was ist noch wichtig, wenn es keine Gesetzte außer dem des Stärkeren gibt, gibt es dann noch Ideale und Vorstellungen, nach denen zu Streben es sich lohnt? Makepeace findet ihre eigenen Antworten darauf, aber dorthin ist es ein langer Weg. Andere finden für sich andere Antworten auf diese Fragen, auf die Frage nach dem Sinn ihres Lebens in einer leeren Welt. Lohnenswert ist auf jeden Fall das Nachdenken darüber, was unsere Menschlichkeit, unsere Zivilisation eigentlich ausmacht und dieses Buch regt dazu an. Deswegen fand ich weniger das Buch an sich faszinierend, sondern mehr das, was es in mir ausgelöst hat. Obwohl es wirklich ein spannend geschriebenes Buch ist. Einziges Manko in dieser Geschichte, die aber vielleicht gerade deswegen so anregend wirkte, ist, dass Marcel Theroux wenig über das Warum erzählt. Warum die Welt eigentlich untergegangen ist ist vielleicht auch gar nicht so wichtig. Aber für das Verständnis der Denkweise der Menschen kurz vor der Katastrophe hätte ich gerne mehr über die Gründe der ersten Siedler erfahren. Ein simples „sie fanden es nicht gut und wollten besser leben“ reicht mir da einfach nicht aus.

Fazit: Lesenswerter, nachdenklich machender Endzeitroman.

Marcel Theroux: Weit im Norden.
Heyne, August 2011.
432 Seiten, Taschenbuch, 14,00 Euro.

Regina Lindemann

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