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Simon R. Green: Liebesgrüße aus der Hölle
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Eigentlich sollte alles ja ganz einfach sein. Eddie Drood, den die Welt auch unter seinem Pseudonym Shaman Bond kennt, soll den örtlichen Agenten der Droods – ja genau, die Familie, die die Welt vor den Aliens, verrückten Göttern und abgedrehten Elben bewahrt – bei der anstehenden Versteigerung magischer Artefakte darin unterstützen, dass der verrückte Möchtegern-Weltherrscher Dr. Delirium die Apokalyptische Tür nicht in seine gierigen Pfoten bekommt.

Dass eine dritte Macht, die Unsterblichen, von denen man bislang nur immer hat munkeln hören sich einmischt, ein Drachen mit von der Partie ist, und das eigentlich am nächsten Tag offiziell zur Einweihung vorgesehene Hotel sich in einen Trümmerhaufen verwandelt zeigt, dass mehr hinter dem Routineauftrag steckt, als zunächst vermutet.

Kaum ins Drood Anwesen zurückgekommen fängt die Kacke an so richtig zu dampfen. Die Matriarchin wird in ihrem Bett erstochen aufgefunden, Molly, Eddies herz-allerliebste Hexe von einem wütenden Mob von Droods erschlagen und das Herrenhaus angegriffen. Dass ein Drood-Renegat damit droht, die Pforten zur Hölle aufzureißen und den Teufel und all seine Genossen auf die Welt loszulassen, sein so nebenher auch noch erwähnt. Doch da ist nicht gut Kirschen essen mit Eddie, denn der ist so richtig sauer …


Simon Greens etwas andere Urban Fantasy Serien – die Romane um die Nightside (dt. bei Feder & Schwert) und die Shaman Bond / Drood Titel – zeichnen sich nicht nur durch zum Teil beißenden, sarkastischen Humor sondern auch durch jede Menge Anspielungen auf populäre Filme aus. So ist es kein Wunder, dass der Autor seine Fans mit non-stop Action und überzeichneten Figuren an seine Seiten fesselt.

Vorliegend aber legt er mit seiner sonst so spritzigen und mitreißenden Saga eine Pause ein. Dabei liest sich die Ausgangslage so uninteressant nicht – einmal mehr wird die Welt bedroht, das Tor zur Hölle soll geöffnet werden, ein verrückte Wissenschaftler, ein Verräter und eine ganze Anti-Drood Familie als Antagonisten sorgen für die nötige Spannung und dienen als schlagkräftige Gegner, die es zu vermöbeln gilt. Folgerichtig wird vorliegend viel gekämpft, Leiber in der Luft zerrissen, tödliche Viren auf die Unschuldigen losgelassen, und massiv gestorben.
Die Matriarchin tritt, ermordet in ihrem Bett ab, selbst die Hexe scheint es zu erwischen. Dabei bleibt unser Held von den Verlusten aber erstaunlich unberührt. Natürlich schreibt es sich Rache auf seine Fahnen, von der Verzweiflung, die ihn eigentlich aber durch den Verlust Mollys heimsuchen müsste aber ist – noch – nichts zu bemerken. Statt dessen nimmt er in bester 007 Manier das Recht in seine Hand, und macht sich als Ein-Mann-Armee auf, den Bösen zu zeigen, was eine Harke ist.

Natürlich lebt die Reihe von der Übertreibung und Überzeichnung der Klischees, dieses Mal aber wirkt es in sich nicht stimmig. Zu abgedreht wirken die gestellten Konfliktsituationen, zu oft auch greift unser Held auf geschickterweise gerade anwesende Helfer zurück. Immer wieder springt die Handlung fast schon unmotiviert von einem Schau- und Schlachtplatz zum Nächsten. Nach L.A., dem Amazonas und dem englischen Herrenhaus müssen die Burg Graf Frankensteins und Area 52 in der Antarktis herhalten, werden Dämonen, Roboterkampfhunde, Söldner und Frankensteinkreaturen in den Kampf geschickt. Das wirkt – auch für Shaman Bond – überfrachtet und überkonstruiert, lässt die sonst so bewundernswerte Spontanität Greens vermissen und enttäuscht so, wenn auch auf hohem Niveau.

Simon R. Green: Liebesgrüße aus der Hölle .
Bastei Lübbe, Juli 2011.
448 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Carsten Kuhr

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