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Michel Bergmann: Die Teilacher
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Teilacher setzt sich zusammen aus dem Begriff ´Teil` und dem hebräischen Wort ´laachod`, Einzelhandel. Der Teilacher, als Vertreter des Einzelhandels, ist das kleinste spaltbare Teilchen, das Atom der Kaufmannswelt. Was den Teilacher vom herkömmlichen Handlungsreisenden unterscheidet: Der Teilacher ist Jude. Oder er gibt sich als solcher aus. Denn es gab eine Zeit, da konnte das, unglaublich, aber wahr, Vorteile haben.“

David Bermann ist einer dieser Teilacher. Zusammen mit seinen vier Brüdern gründet er in Frankfurt das Wäschekaufhaus „Gebrüder Bermann“. David, der Lebemann unter den Geschwistern, fühlt sich im Außendienst am wohlsten, der ihm genug Freiraum für seine zahlreichen Geliebten lässt. Die Situation ändert sich schnell nach 1933. Die Zwangsarisierung kostet die Bermanns zunächst ihr Kaufhaus, dann die Heimat. Im Pariser Exil schlagen sich die Geschwister Bermann mehr schlecht als recht durch. Auch im späteren amerikanischen Exil finden die Bermanns nicht zu ihrem einstigen Wohlstand und der damit verbundenen Lebenssicherheit zurück. David kehrt nach Kriegsende über den Umweg der französischen Fremdenlegion nach Frankfurt zurück und trifft hier auf Max Holzmann, der sowohl Ausschwitz als auch den Pogrom von Kielce überlebt hat. Gemeinsam betreiben die beiden unter Duldung der amerikanischen Besatzungsmacht zusammen mit anderen Teilachern einen schwungvollen Handel mit feiner Wäsche.

Nach dem Tod Davids setzt der junge Alfred Kleeberg, Sohn einer langjährigen Geliebten Davids, beim Sichten der hinterlassenen Dokumente und in Gesprächen mit anderen Teilachern dessen Lebensweg wie ein Puzzle aus vielen einzelnen Anekdoten zusammen.

Bildgewaltig und temporeich und mit typisch jüdischem Witz erzählt Michel Bergmann die Lebensgeschichte seines Helden. Die vielen Redewendungen aus dem Jiddischen geben dem Roman einen wunderbar leichten und, bei allem Grauen, das Bergmann schildert, auch amüsanten Ton. Doch bleibt dem Leser das Lachen oftmals im Hals stecken. Denn zu sehr spiegelt sich in den geschilderten Erlebnissen der Teilacher das Leid wider, das die deutschen und polnischen Juden erleiden mussten.

Bergmann ist ein kurzweiliger und witziger, aber dennoch sehr nachdenklicher und manchmal auch trauriger Roman gelungen. Ein großartiges Buch.

Michel Bergmann: Die Teilacher.
dtv, September 2011.
288 Seiten, Taschenbuch, 9,90 Euro.

Martina Sprenger

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