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Titus Müller: Tanz unter Sternen
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nele, junge Barfußtänzerin in einem Berliner Varieté kann ihr Glück kaum fassen: Endlich darf sie als Solistin auftreten. Seit Jahren hat sie auf diesen Augenblick hingearbeitet, sich das Geld für die Tanzstunden vom Mund abgespart. Doch das Publikum sieht nicht die Leidenschaft, die sie in der Nummer auslebt – ihr Traum ist geplatzt. Sie hat alles satt und flieht nach Paris.
Matheus Singvogel, ein biederer hypochondrischer Pastor, hält eine Einladung für eine Veranstaltung in den Vereinigten Staaten in den Händen. Er möchte nicht zusagen, mit seiner Frau Cäcilie und dem kleinen Samuel sein bescheidenes Leben weiterleben – aber Cäcilie, Bankierstochter, ist in letzter Zeit immer unzufriedener. Bereut sie es nun doch, allen Luxus aufgegeben und weit unter ihrem Stand geheiratet zu haben?
Cäcilie schließlich hat einen heimlichen Verehrer, den Engländer Lyman. Er ist ganz anders als Matheus. Als Matheus die Einladung aus Amerika ausschlagen will, wird sie fuchsteufelswild: Endlich hat sie eine Gelegenheit, aus ihrem engen Dasein auszubrechen.
So treffen sich diese unterschiedlichen Menschen auf der Titanic wieder, als sie im April 1912 zu ihrer Jungfernfahrt aufbricht. Nele, die über Umwege nach Cherbourg gekommen ist und das letzte Geld für ein Ticket dritter Klasse zusammengekratzt hat, die Singvogels in der zweiten – und auch Lyman ist da, ganz der charmante Gentleman in der ersten Klasse und umgarnt Cäcilie ... oder ist das nur eine Maske?

Im nächsten Jahr jährt sich der Untergang der Titanic zum einhundertsten Mal und es stand zu erwarten, dass einige neue Titanic-Romane oder Filme erscheinen würden. Aber dieser Roman ist so viel mehr als „noch ein Titanic-Roman“. Titus Müller fokussiert die handelnden Personen, nicht so sehr das Schiff und die Kollision. Es geht hier um die Menschen und die Begrenzungen, die ihnen durch Schichtzugehörigkeit und Erziehung aufgelegt sind, um internationale Zusammenhänge zwei Jahre vor dem ersten Weltkrieg, der sich schon ankündigt, um Fortschrittsglaube und Beharren auf Traditionen. Titus lässt Figuren unterschiedlicher Herkunft aufeinanderprallen, und schaut, was passiert. Alle hässlichen Vorurteile werden sichtbar, aber auch Menschen, die in Notsituationen über sich herauswachsen und zu Opfern bereit sind. Genau recherchiert und mit einer Liebe zum Detail, die gelegentlich etwas ausufert, in einer der Zeit herrlich angepassten Sprache - „Telephon“ mit ph passt einfach wunderbar zu dem ganzen Prunk und Protz auf dem Luxusdampfer - entführt der Autor uns beim Lesen vollständig in dieses Jahr 1912. Es empfiehlt sich, den Leseraum gut zu heizen, denn das eiskalte Salzwasser quillt in den Szenen nach dem Untergang fast aus den Buchseiten, so dicht ist man beim Geschehen dabei.
Fazit: Großes Lesevergnügen, großes Kopfkino und es ist schön, dass historische Romane auch mal das Mittelalter verlassen dürfen. Mehr davon!

Titus Müller: Tanz unter Sternen.
Blessing, September 2011.
400 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,95 Euro.

Susanne Ruitenberg

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