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Franz Innerhofer: Schöne Tage
Jetzt bestellen bei amazon.de! Franz Innerhofer beschreibt in seinem Roman „Schöne Tage“ autobiografisch seine trostlose Kindheit, in der er keinerlei Liebe oder Geborgenheit erfahren hat, sondern als billige Arbeitskraft auf dem Bauernhof seines Vaters schuften musste.

Im Alter von sechs Jahren wird der unehelich geborene Holl von seiner Mutter und deren Freund an seinen leiblichen Vater abgeschoben, weil die beiden sich selbst kaum ernähren können. So landet Holl auf einem Bauernhof im österreichischen Dorf Haudorf. Holl ist ein verängstigtes Kind und immer noch Bettnässer, dem von nun an ein hartes Dasein bevorsteht.
Auf dem Hof herrscht eine strenge Hierarchie. Der Bauer - sein Vater, bestimmt und alle anderen müssen gehorchen. Holl wird nicht einmal von den Knechten und Mägden oder den Stiefgeschwistern akzeptiert, die ihn eine noch niedrigere Rangordnung spüren lassen.
Auf dem Hof wird kaum in Sätzen gesprochen. Befehle werden wie Brocken, die man einem Hund hinwirft, erteilt. Entweder wird geflüstert oder geschrien. Ständig gibt es Züchtigungen, um die Holl zuerst betteln und sich hinterher dafür bedanken muss.
Hausaufgaben muss er in der Frühe oder am Abend erledigen. Kontakte zu Bewohnern aus dem Dorf und zu anderen Kindern darf er nicht knüpfen.
Immer wieder wird er frühmorgens, wenn es noch Nacht ist, zur Stallarbeit aus dem Bett gerissen.
Oft kommt ihm der Gedanke, sich von diesem Leben durch Selbstmord zu befreien.
Anna, die auf dem Hof arbeitet, versucht ein gutes Wort für Holl beim Bauern einzulegen, doch dieser lässt sich davon nicht beeinflussen. Auch Helga, die als Aushilfsköchin auf den Hof kommt, setzt sich für Holl ein. Sie ist die Erste, die dem Bauern Paroli bietet und sich zu sagen getraut: „Das mache ich nicht!“ Zu Helga fasst Holl Vertrauen. Aber eines Tages verschwindet Helga einfach.
Es dauert elf lange, entbehrungsreiche, bittere Jahre, bis Holl sich aus dieser Leibeigenschaft befreien kann und eine Lehre beginnt.

"Schöne Tage" ist die erschütternde Offenlegung einer gestohlenen, geschundenen Kindheit und gleichzeitig eine Anklage gegen Patriarchismus, Bigotterie, den Kirchgang und die heile Heimat.
Es gibt immer wieder Stellen im Buch, an denen es schwerfällt, weiterzulesen, weil Holls Schicksal zu sehr berührt und erschüttert. So viel Unrecht und Verzweiflung sind nicht leicht zu ertragen.
Aber ebenso ist dieses Buch ein wichtiges Zeitzeugnis, das vom harten Leben auf dem Land in den fünfziger Jahren in der Gegend um Salzburg erzählt.

Franz Innerhofer lebte von 1950 bis 1961 als Knecht auf dem Hof seines Vaters. Ab 1966 besuchte er das Gymnasium für Berufstätige und studierte danach Germanistik und Anglistik in Salzburg.
Im Januar 2002 nahm sich Franz Innerhofer in Graz das Leben.

Franz Innerhofer: Schöne Tage.
Residenz Verlag, September 2011.
247 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,90 Euro.

Annegret Glock

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