Der Tod aus der Teekiste
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"Viele Autoren können schreiben, aber nur wenige können originell schreiben. Wir präsentieren Ihnen die Stecknadeln aus dem Heuhaufen."
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Daniel H. Wilson: Robocalypse
Jetzt bestellen bei amazon.de! Wir alle leben in einer Welt, die ohne Handys, Fernseher, Computer oder Internet nicht mehr vorstellbar wäre. Es herrscht eine Abhängigkeit vom technischen Fortschritt.
„Robocalypse“ greift dieses Thema auf und zeigt uns, was passieren kann, wenn man einen (Fort-) Schritt zu weit geht.

Archos, seines Zeichens ein hoch entwickelter Computer, erhält durch wissenschaftliche Experimente die künstliche Intelligenz, die es ihm erlaubt, sich eigenständig weiterzuentwickeln. Schließlich fasst Archos den Entschluss, die Welt vor dem zu retten, was sie bedroht. Der Mensch.
Er beginnt die Kontrolle über alle Maschinen zu übernehmen, um so nach und nach die Herrschaft zu erlangen und der Menschheit ein Ende zu bereiten.
Im Laufe der Monate entwickelt er, mithilfe versklavter Menschen, eine Armee von immer raffinierteren und schwieriger zu zerstörenden Robotern. Darüber hinaus experimentiert er an Menschen herum, um Cyborgs (Mischung aus Organismus und Maschine) zu produzieren. Das Chaos greift um sich und viele Menschen müssen ihr Leben lassen. Weltweit gibt es nur ein paar Mutige, die dem Ganzen rechtzeitig ins Auge sehen, und Widerstand gegen das Regime der Maschinen leisten.
Einer von ihnen ist der Erzähler des Buches. Er leitet die Geschichte damit ein, dass er eine Art Blackbox vor sich hat, in der die weltweiten Audio- und Videodateien der letzten Jahre gespeichert sind. Mit Hilfe dieser Aufzeichnungen zeigt er dem Leser ein Gesamtbild der Ereignisse, und wie es zu dem Ausbruch kam.

Hier haben wir meiner Meinung auch das größte Manko des Buches.
Der Leser weiß von Anfang an, dass am Ende alles gut wird. Somit geht eine Menge Spannung verloren, die den Roman noch um einiges besser gemacht hätte.
Trotz alledem bleibt genug Spannung übrig, um den Leser an dieses Buch zu fesseln.
Das liegt vor allen Dingen daran, dass die Kapitel so unterteilt sind, dass man das Handeln der Protagonisten häppchenweise serviert bekommt. Jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger, sodass man wissen möchte, wie es mit der jeweiligen Person weitergeht. Zwar wirken manche Kapitel etwas konstruiert, aber niemals unglaubwürdig.
Als Beispiel sei hier der Monolog eines Mannes genannt, der an einer Bohrung in Alaska teilnimmt und das Geschehen vor Ort auf ein Diktiergerät spricht. Das Aufgenommene, eigentlich für seine Frau bestimmt, wirkt insofern etwas konstruiert, da er Informationen weitergibt, die seine Frau schon längst wissen sollte. Hier ist eindeutig der Leser angesprochen, da er sonst den Zusammenhang nicht verstehen würde.
Die Charaktere sind gut gezeichnet. Man fiebert, trauert und jubelt innerlich mit ihnen mit und hofft, dass die Menschen den Maschinen so richtig in den Hintern treten.
Der Roman liest sich flüssig und rasant. Die Kapitel sind kurz gehalten. Es gibt keine langatmigen Szenen, die man überspringen möchte oder unlogische Momente.
Zum Ende gibt es dann noch eine überraschende Wendung, sodass das Buch im Großen und Ganzen sehr unterhaltsam ist.
Sicherlich ist dieses Thema in der Literatur nicht neu, und Daniel H. Wilson hat dieses Genre nicht revolutioniert, jedoch dem Ganzen seinen eigenen Schliff und damit Reiz gegeben.
Einerseits durch ein paar eigenständige Ideen und andererseits durch die ungewöhnliche Form eines Tagebuchs/Berichts.

Das Buch-Cover ist ein Hingucker. Die grafische Gestaltung des Gesichts eines Roboters mit roten Augen, die abgerundeten Ecken und der Heißfoliendruck der Schrift haben mich neugierig auf den Inhalt gemacht.



Zur Biografie des Autors ist zu sagen, dass er sich offensichtlich in dem Metier auskennt.
Nach der Highschool studierte er neben Informatik auch alles über die künstliche Intelligenz. 2005 erhielt er den Doktortitel für Robotik am Institut für Robotertechnik.


Fazit:

„Robocalypse“ ist ein wirklich rasantes und spannendes Buch, das zwar aufgrund der Vorwegnahme des Ausgangs viel von seinem Potenzial verliert, aber trotzdem ein Schmankerl ist und sich aus der Masse hervorhebt..
Die Erzählweise ist originell und der Schreibstil leicht verständlich.
Freunde dieses Genres und dieser Thematik können uneingeschränkt zugreifen, wenn es sie nicht stört, dass der Roman an einigen wenigen Stellen etwas konstruiert wirkt.
Sicherlich werden Jugendliche dieses Thema besonders interessant finden. Hier möchte ich jedoch sagen, dass es ein paar blutige Szenen gibt, die in meinen Augen nicht für Jüngere bestimmt sind.

Daniel H. Wilson: Robocalypse.
Droemer, September 2011.
426 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Robert Poleschny

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