Der Tod aus der Teekiste
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Charles Lewinsky: Gerron
Jetzt bestellen bei amazon.de! Grausam gut, entsetzlich schön! Selten hat mich ein (Tatsachen-)Roman so fasziniert. Nach einigem Seiten des Lesens, ertappte ich mich dabei, gleich eine Suchmaschine anzuwerfen und mir einen Überblick zu verschaffen wie die Dinge liegen und lagen. Und die Geschichte von Kurt Gerron stimmt. Was immer der Autor dazu geschrieben -, dazu erdacht oder fabuliert hat, ist völlig egal und tut dem Buch nur gut.
Es geht um den Gewissenskonflikt eines Theater- und Kabarettmenschen, eine Persönlichkeit der Kultur in den berühmten Zwanzigern, der, ob seiner jüdischen Abstammung, im KZ Theresienstadt landet. Mit seiner geliebten Olga. Gerron, ein verwundeter Held aus dem ersten Weltkrieg, wo er sich für Deutschland die Eier hat abschießen lassen, hat den Absprung – sprich, Flucht nach Amerika - verpasst. Einer, der nie dachte, dass es mit ihm passiert. Er ist ja schließlich berühmter Deutscher. (Man kann Juden aus Deutschland jagen, aber nicht das Deutsche aus den Juden) Ein Star – keiner sang so gut und vor so vollen Sälen den Mäckie Messer Song. Aber nun ist es so wie es ist. Als Ich – Erzähler beschreibt er sein Empfinden. Und das ist so unglaublich gut, dass einem Schauer über den Rücken laufen. Charles Lewinsky gelingt es, Gerron zu –sein! Wir nehmen Anteil an Gerrons Leben vom Kleinkind, Schule, Elternhaus, erster Weltkrieg, erste Bühnenerfahrungen und Aufstieg. Wir treffen unterwegs Brecht …(der mit seinen ewigen Frauengeschichten), Emil Jannings, Marlene Dietrich, Claire Waldorf, auch Albers, Rühmann, Max Reinhardt und wie die Größen der Zeit alle heißen und hießen. In Theresienstadt bekommt Gerron nun vom KZ Kommandanten Rahm den Auftrag einen Film zu drehen, und das ist das Wahnsinnige dabei, einen Film darüber, der Welt zu zeigen, wie gut es den Juden in so einem Lager geht. Ein Paradies - quasi als Beweis für das internationale Rote Kreuz, um zu zeigen dass alles gut ist.. Sagt er nein, ist er tags drauf in Auschwitz. Sagt er ja, stellt er sich in den Dienst der Nazis und wird ein Teil dieser Vernichtungsmaschinerie. Er dreht den Film. Es ist alles verbürgt, es gibt diesen Film. Und es gibt auch das Ende von Gerron, trotz allem – es/er endet in Auschwitz. Hochgradig bewegend. Das Buch des Jahres(für mich) – jetzt schon, lege ich mich fest.

Charles Lewinsky: Gerron.
Nagel & Kimche, August 2011.
544 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,90 Euro.

Fred Ape

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