Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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John Scalzi: Der wilde Planet
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Menschheit hat ihre Fehler und Laster mit hinaus ins All genommen. Was sie dereinst ihrem eigenen Planeten antat, das hemmungslose Ausbeuten der Natur, das geschieht nun überall im All. Nur wenn ein Planet eine intelligente Rasse hervor gebracht hat, greifen besondere, restriktive Schutzmechanismen.

Die Zara Group, die sich auf den Tagesbergbau spezialisiert hat und das Quasi-Monopol auf die raren Sonnensteine hält, hat bereits diverse Planeten ökologisch ruiniert. Die schlechte Presse und eine sensibilisierte Regierung sorgen dafür, dass Zara sich zumindest werbewirksam den Naturschutz auf die Fahnen geschrieben hat.

Eines Tages findet der Prospektor Jack Holloway, der als ausgebeuteter Subunternehmer für den Gesellschaft tätig ist, ein riesiges Vorkommen an Sonnensteinen, das ihn reich machen wird.
Ausgerechnet der Filou der endlich seinen Haupttreffer gelandet hat macht dann die Bekanntschaft einer ganzen Familie von intelligenten Ureinwohnern. Die katzenähnlichen, auf zwei Beinen laufenden Fuzzys – wie er die possierlichen Wesen tauft – würden die Kriterien für die Anerkennung als intelligente Rasse locker erfüllen – allein, dann wären die Zig Millionen, die er schon auf seinem Bankkonto hat klingeln hören futsch und er müsste sich mit seinem Arbeitgeber anlegen. Wird er sich für ein Leben in Reichtum oder für sein Gewissen entscheiden?



H. Beam Piper veröffentlichte Mitte der 60er Jahre mit „Der Kleine Fuzzy“ (Terra Heft Nr 87 sowie Terra TB 319) einen der damals interessantesten SF Romane seiner Zeit.

Nun, Jahrzehnte später greift John Scalzi den Ball auf, und nimmt sich des Plots neu an.
Es ist keine Fortsetzung geworden, auch ist die Lektüre des lang vergriffenen Originals nicht nötig.

Scalzi, einer der interessanteren Autoren unserer Zeit erzählt die Geschichte um die possierlichen Fuzzys einfach neu, baut sie aus, fügt Eigenes hinzu und modernisiert behutsam.

Geschickt verbindet Scalzi dabei ökologische Aspekte mit der Beschreibung eines scheinbar allmächtigen Konzerns, reichert es mit einem moralischen Konflikt seines liebevoll beschriebenen Protagonisten an, und liefert uns eine flüssig zu lesende Handlung.

Allerdings bleibt letztere leider doch relativ weit hinter seinen sonstigen Werken zurück.
Von dem für ihn so typischen Humor blitzt kaum einmal etwas auf, der Plot selbst hält wenig wirklich Überraschendes für den Leser bereit.

Die Handelnden, insbesondere was die Konzernleitung anbetrifft werden zu stereotyp gezeichnet, kaum mit Tiefe unterfüttert. Statt hier wirklich überzeugende Gestalten zu kreieren, macht Scalzi es sich einfach – zu einfach für meinen Geschmack. Das liest sich ein wenig, wie wenn er mit angezogener Handbremse geschrieben hätte, wie wenn er eine Auftragsarbeit abliefern würde.
Seine Gabe rasant zu famulieren, den Leser an die Hand zu nehmen und in seine Handlung zu ziehen bleibt weitgehend aussen vor.

Angenehm, nett, possierlich, stromlinienförmig, politisch korrekt und vorhersehbar – das sind die Adjektive, die mir bei diesem Buch am ehesten in den Kopf kommen. Dabei hätte er es besser können, wie einige wenige Szenen und Ansätze zeigen.

Das ist locker und flüssig zu lesende Strandlektüre, leider nicht mehr.

John Scalzi: Der wilde Planet.
Heyne, September 2011.
384 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Carsten Kuhr

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