'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
Das Ruhrgebiet ist etwas besonderes, weil zwischen Dortmund und Duisburg, zwischen Marl und Witten ganz besondere Menschen leben. Wir haben diesem Geist nachgespĂŒrt.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » K IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Tom McCarthy: K
Jetzt bestellen bei amazon.de! Tom McCarthys Roman mit dem simplen Titel "K" hat ein grundlegendes Problem: Der Autor gönnt dem Leser so gut wie keine Innenansichten seiner Figuren, er spart ihre GedankengĂ€nge vollkommen aus, beschrĂ€nkt sich ausschließlich auf die nĂŒchterne Beschreibung dessen, was sie gerade tun. Selbst als die Schwester der Hauptfigur Serge Karrefax stirbt, finden sich im Text keinerlei Emotionen. Ergebnis ist ein ausgesprochen zĂ€her, spröder und schwergĂ€ngiger Text, in den man kaum hineinfindet und den nur die Hartgesottensten durchstehen dĂŒrften.

Es geht um das Leben jenes Serge Karrefax, das am Ende des 19. Jahrhunderts auf einem englischen Landgut beginnt. Serge begleitet seine Schwester, die langsam in den Wahnsinn abdriftet, bei ihren chemischen Experimenten, wohnt einem klassischen TheaterstĂŒck der Gehörlosenschule seines Vaters bei und versucht sich nachts als Hobbyfunker. All diese Details werden mit Ă€ußerster Genauigkeit und Langatmigkeit beschrieben - nur erschließt sich nicht, was sie eigentlich miteinander zu tun haben, geschweige denn worauf das Buch ĂŒberhaupt hinaus will. Wegen des kompletten Fehlens von emotionalen, selbstreflektorischen oder zwischenmenschlichen BezĂŒgen - also all dessen, was man als "human interest" bezeichnen wĂŒrde - nimmt der Leser die Ereignisse wie durch einen Nebel auf. Man versteht zwar die einzelnen Worte, fragt sich aber permanent, was sie eigentlich bedeuten sollen, beziehungsweise in welchem Zusammenhang sie stehen.

Der EnglÀnder Tom McCarthy, der 1969 geboren wurde, ist laut Verlags-Info GeneralsekretÀr der International Necronautical Society, einem "semifiktiven Avantgarde-Netzwerk", was immer das auch sein mag. Womöglich hat er mit "K" ebenfalls versucht, einen avangardistischen Roman zu schreiben, also quasi ein literarisches Experiment zu betreiben. Leser, die keine Versuchskaninchen sein möchten, beziehungsweise das Lesen nicht als (schwere) Arbeit ansehen, sollten die Finger von diesem Buch lassen.

Tom McCarthy: K.
DVA, Februar 2012.
480 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,99 Euro.

Andreas Schröter

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch K von Tom McCarthy jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2022 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.