Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Michael Tietz: Apfeldiebe
Jetzt bestellen bei amazon.de! Was würde man als Kind dafür geben, eine geheimnisvolle Höhle voller Schätze zu entdecken, in der man Abenteuer erleben und unbeobachtet von den Erwachsenen das tun kann, was man möchte.
Genau dieses Glück widerfährt Alex, als er durch Zufall (Fall im wahrsten Sinne des Wortes) auf solch eine stößt. Er ist total begeistert, sodass er unverzüglich seinem besten Freund Max von dieser Entdeckung berichtet.
Beide entschließen sich, die Höhle am nächsten Tag zu durchsuchen. Notgedrungen müssen sie Max’ kleinem Bruder Timi sowie „das Mädchen“ Kasimir und den Außenseiter Rufus mitnehmen.
Neugierig und gespannt, was sie dort unten erwartet, steigen sie hinab in das dunkle, geheimnisvolle Loch. Nachdem sie im Inneren ein paar „Schätze“, in Form alter Fässer, Krüge und Lanzen finden, entwickelt sich ein Spiel, bei dem die beiden Anführer ihre Machtposition ausspielen wollen.
Rufus, Kasimir und Timi gegen Alex und Max. Schließlich gerät das Spiel außer Kontrolle und die Höhle stürzt ein. Völlig im Dunkeln und mit kaum etwas zu essen und zu trinken beginnt für die Kinder der Überlebenskampf. Wird es den Jungs gelingen, sich aus dieser prekären Situation zu befreien?
Parallel wird die Geschichte eines alten Mannes erzählt, der im Dorf zu niemandem Kontakt hat und als Eigenbrötler gilt. Er kann seine Mitmenschen, und vor allen Dingen Kinder, nicht ausstehen, da sie ihm immer wieder Äpfel von seinen Bäumen stehlen oder seinen geliebten Hund provozieren.
Diese Abschnitte sind eher ruhig gehalten und bilden damit eine Abwechslung zu den nervenaufreibenden Szenen der Jungs. Man erfährt stückchenweise, was dem Alten in seiner Vergangenheit zugestoßen ist und versteht dadurch langsam, warum er sich so verhält.

Michael Tietz, dessen Erstlingswerk „Rattentanz“ ein großer Erfolg war und hochgelobt wurde, stellt mit „Apfeldiebe“ seinen zweiten Roman vor.
Tietz’ Stärke besteht auch hier wieder darin, zu zeigen, wie Menschen sich in Extremsituationen verhalten und versuchen, sich aus diesen Miseren zu befreien. Nach und nach erfährt der Leser immer mehr über die Protagonisten, über deren Vergangenheit und die daraus resultierenden Beweggründe. Er erschafft damit dreidimensionale Personen, mit denen man sich identifizieren kann.

Nur eins habe ich zu kritisieren.
Für mich klingen Sätze (bzw. Wörter) wie

„Aber er benimmt sich so komisch, als ob er das hier gar nicht registriert.“

nicht altersentsprechend.
Sagt ein zehnjähriges Kind wirklich „registriert“? Vielleicht täusche ich mich ja auch und heutzutage sprechen Kinder in diesem Alter so. Trotzdem haben mich solche Sätze/Wörter immer wieder aus dem Lesefluss gebracht, da es für mich nicht authentisch klang und ich dadurch das Gefühl hatte, es mit älteren Kindern zu tun zu haben, die dann ja wiederum andere Möglichkeiten gehabt hätten, sich zu befreien oder Ähnliches.

Ansonsten ist „Apfeldiebe“ ein wirklich sehr lesenswerter und spannender Roman, mit tiefgründigen Einblicken in die Seele der Menschen/Kinder, die (manchmal) auch verdammt dunkel sein kann.

Für mich liest sich Michael Tietz ein bisschen wie Stephen King, ist aber nicht nur deshalb eine tolle Entdeckung.

Michael Tietz: Apfeldiebe.
Bookspot Verlag, November 2011.
464 Seiten, Gebundene Ausgabe, 16,95 Euro.

Robert Poleschny

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