Mainhattan Moments
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Susanne Ruitenberg und Julia Breiten├Âder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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S.J. Watson: Ich.darf.nicht.schlafen.
Jetzt bestellen bei amazon.de! Die Vorstellung, sich nicht mehr an wichtige Stationen in seinem Leben erinnern zu k├Ânnen, ist schon schrecklich genug. S.J. Watson hat dieses Szenario mit ÔÇ×Ich.darf.nicht.schlafen.ÔÇť auf die Spitze getrieben. Seine Protagonistin erinnert sich nicht mehr an die letzten f├╝nfundzwanzig Jahre und vergisst dar├╝ber hinaus auch alles Neue, sobald sie eingeschlafen ist. Dies birgt Stoff f├╝r eine gute und spannende Geschichte und der Autor hat dieses Potenzial genutzt und einen grandiosen Thriller geschrieben, der fesselt und ├╝berzeugt.

Doch worum geht es genau?

Der Roman setzt an einem Morgen ein, an dem Christine in einem ihr fremden Zimmer, neben einem ihr fremden Mann erwacht. Als sie dann noch im Bad ihr Spiegelbild erblickt und ├╝ber ihr Alter so erschrocken ist, ahnt der Leser, dass dies wohl nicht der erste Morgen dieser Art sein d├╝rfte. Schlie├člich findet ihr Ehemann Ben (der Kerl aus dem Bett) sie v├Âllig verst├Ârt vor und erkl├Ąrt ihr das, was er ihr jeden Morgen offenbart. Christine hatte vor vielen Jahren einen schweren Unfall, bei dem sie eine spezielle Art der Amnesie erlitten hat.
Als Ben an diesem Morgen zur Arbeit f├Ąhrt, bekommt Christine einen Anruf von einem Mann namens Dr. Nash, der ihr versucht zu erkl├Ąren, dass er ihr behandelnder Arzt sei, von dem Ben jedoch nichts w├╝sste. Christine wollte es so, da Ben genug von ├ärzten und Psychologen hatte. Schlie├člich erz├Ąhlt der Arzt Christine, dass sie seit einigen Wochen ein Tagebuch schreibt, um eine Br├╝cke zu ihren Erinnerungen zu haben. Als Christine das versteckte Tagebuch ├Âffnet, erschrickt sie. Gleich auf der ersten Seite steht, dass sie Ben nicht trauen sollte. Verwirrt ├╝ber das Geschriebene, f├Ąngt sie an, das Tagebuch zu lesen.

Der Leser bekommt ab diesem Moment Einblick in das Tagebuch und somit einen R├╝ckblick auf die letzten Wochen.
Jeder Tag beginnt immer gleich, bis zu dem Moment, an dem sie das Tagebuch liest und so immer mehr ├╝ber sich und ihre Vergangenheit erf├Ąhrt. Hinzu kommen gelegentliche Erinnerungsfetzen, die Christine jedoch nicht richtig einzuordnen wei├č. Sind sie Fiktion oder Realit├Ąt? So hat sie auf einmal eine Party vor Augen, bei der sie mit ihrer besten Freundin war. Was ist aus ihr geworden?
So geht es die ganze Zeit und mit jedem Eintrag kommt ein Puzzleteil dazu, das das Gesamtbild immer deutlicher werden l├Ąsst, oder auch nicht?

Genau das ist auch der Grund, warum dieser Roman so gut funktioniert. Man ist gespannt auf den weiteren Verlauf und kann es kaum abwarten, was das Journal noch f├╝r Geheimnisse birgt.

Schlie├člich sind die Eintr├Ąge irgendwann zu Ende und der Leser ist wieder zusammen mit Christine in der Gegenwart. In diesen letzten Seiten gibt es dann die Aufl├Âsung, die mich sehr ├╝berrascht hat und sehr gut inszeniert wurde. Nichts wirkte in meinen Augen unschl├╝ssig oder unlogisch. Der Autor hat hier wirklich gute Arbeit geleistet.

Abschlie├čend kann ich dem Roman nur beide Daumen nach oben geben. Selten hat mich ein Buch so sehr gefesselt und mitgerissen. Und auch die Form des Ganzen, mit seinen R├╝ckblicken und den puzzleartigen Informationsh├Ąppchen, haben etwas ganz Besonderes.
Dass das Buch innerhalb eines Schreibworkshops entstanden sein soll, ist in meinen Augen noch das i-T├╝pfelchen des Ganzen. Wenn das nicht ein Ansporn f├╝r alle angehenden Autoren sein sollte, was dann?
F├╝r mich eines der Highlights 2011. Ich bin gespannt, was wir von diesem Autor noch zu lesen bekommen werden. Ich zumindest warte jetzt schon sehns├╝chtig darauf.

S.J. Watson: Ich.darf.nicht.schlafen..
Scherz, August 2011.
464 Seiten, Taschenbuch, 14,95 Euro.

Robert Poleschny

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