'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Annett Gröschner: Walpurgistag
Jetzt bestellen bei amazon.de! Es ist der 30.April, der Tag vor dem ersten Mai, ein Datum, das traditionell die Berliner Polizei und ganze Bezirke in Aufruhr versetzt. Was als fröhliche Walpurgisnacht-Feier beginnt, endet oft in Krawallen und Strassesschlachten. Und genau diese 24 Stunden bilden das Zeitfenster für Annett Gröschners neuen Roman. Der Tag beginnt um Null Uhr auf dem Alexanderplatz an der Weltzeituhr, wo der Stadtstreicher Alex mal wieder auf der Flucht vor zwei sehr dummen, aber umso aufdringlicheren Polizisten ist. In Prenzlauer Berg packt eine Rentnerin derweil ihre Kisten für den Umzug ins Seniorenheim. Weitere Figuren folgen: die arbeitslose Künstlerin Viola Karstädt verschlägt es in die Wohnung einer Neuköllner Unterschicht-Familie, der Taxifahrer Hosch gerät in einer Weddinger Kneipe in einen Überfall und fährt ab dann mit bandagiertem Kopf herum, der Gasableser Micha Trepte erlebt bei seinen Hausbesuchen aberwitzige Situationen, eine türkische Mädchengang ist ebenfalls viel unterwegs, der dreizehnjährige Paul durchkreuzt mit seinem Skateboard die Stadt, eine Frau wacht ohne Gedächtnis auf, und eine Pizza-Lieferantin ist auf dem Weg zu einem Sex-Date mit einem Unbekannten. Wer Gröschners ersten Roman „Moskauer Eis“ gelesen hat, erinnert sich vielleicht noch an Annja Kobe, deren Vater sich damals selbst in einer Kühltruhe eingefroren hatte. Auch sie ist wieder mit von der Partie. Weil die Polizei hinter ihr her ist, nimmt sie die Identitäten fremder Frauen an, deren Ausweise sie vorher geklaut hat. Sie lebt in Bunkern und Abbruchhäusern und umgibt sich mit anderen Außenseitern, darunter auch der schon erwähnte Alex, der nicht nur ein Obdachloser ist, sondern als magische Figur durch das Buch geistert. Er weiß alles, kennt alles. taucht plötzlich aus dem Nichts auf und kann Menschen und Dinge in seinen Sack stecken.
Die Kapitel sind kurz, die Personen wechseln ständig, dadurch wird der Roman lebendig, tempo -und abwechslungsreich. Der Leser muss allerdings dran bleiben, um bei den vielen Figuren nicht durcheinander zu kommen. Menschen und Handlungsstränge werden geschickt miteinander verwoben, so dass man im Laufe der Erzählung manche Überraschung erlebt. Auch Gegenstände wechseln Ort und Besitzer, wie eine alte Kaffeemaschine aus orangefarbigem Plastik. Die Autorin schreibt mit trockenem Humor und besitzt einen gewissen Sinn für skurrile Figuren und Situationen, die aber im Berliner Umfeld durchaus realistisch wirken. Auch soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit und Alkoholismus verschweigt sie nicht. „Walpurgistag“ ist ein echter Berlin-Roman: er spielt nicht nur in dieser Stadt, er ist eng mit den verschiedenen Berliner Milieus und Lebenswelten verbunden.

Annett Gröschner: Walpurgistag.
DVA, September 2011.
448 Seiten, Gebundene Ausgabe, 21,99 Euro.

Susanne Tank

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