Honigfalter
Honigfalter
Liebesgeschichten ohne Kitsch? Geht das?
Ja - und wie. Lesen Sie unsere Geschichten-
Sammlung "Honigfalter", das meistverkaufte Buch im Schreiblust-Verlag.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Paganinis Fluch IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Lars Kepler: Paganinis Fluch
Jetzt bestellen bei amazon.de! Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra und Alexander Ahndoril., die schon mit ihrem Erstlingswerk „Der Hypnotiseur“ einen großen Erfolg feiern durften. Das Buch wurde mittlerweile in dreißig LĂ€nder verkauft.
Mit „Paganinis Fluch“ liegt nun ihr zweites Werk vor.

Wieder ist Kommissar Joona Linna der Hauptprotagonist dieses gesellschaftskritischen Thrillers.

Zur Story:
Penelope, ihres Zeichens Aktivistin gegen den Waffenexport und FriedenskÀmpferin, macht mit ihrem Freund Björn und ihrer Schwester Viola einen Ausflug auf Björns Jacht. Als Viola kurz nach ihrer Ankunft ermordet aufgefunden wird und der Mörder auch Björn und sie ins Visier genommen hat, beginnt eine Hetzjagd, die beide an ihre physischen und psychischen Grenzen bringt.
Parallel dazu wird die Leiche eines Mannes gefunden. Er war der Generaldirektor der staatlichen Waffenkontrollbehörde und dafĂŒr zustĂ€ndig, zu entscheiden, welche LĂ€nder durch schwedische Waffenexporte unterstĂŒtzt werden.
Es stellt sich die Frage, ob diese beiden Morde etwas miteinander zu tun haben.
Schnell wird ein Ersatz fĂŒr den Ex-Generaldirektor gefunden. Axel Riessen. Dieser soll schnellstens einen Vertrag unterschreiben, in dem die Ausfuhr von Munition genehmigt werden soll.
Axel möchte diesen Vertrag jedoch erst genauer unter die Lupe nehmen, was ihm eine Menge Ärger einbringt.
SpÀter spielt ein heikles Foto noch eine entscheidende Rolle. Wer ist darauf zu sehen und wann ist dieses Foto entstanden?
Nach und nach deckt Joona Linna Dinge auf, die er nicht hĂ€tte erfahren dĂŒrfen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, in dem es um Leben und Tod geht.

Im Großen und Ganzen ist „Paganinis Fluch“ unter all den Romanen zu belanglos. Es gibt fast nichts, das diesen Roman aus der Masse hervorhebt.
Irgendwie hat es das alles schon gegeben, was den Effekt hat, dass der Roman vorhersehbar ist. Nur ab und zu gibt es einen kleinen Lichtblick, wenn zum Beispiel, anhand eines Fotos, auf dem vier Geiger zu sehen sind, erkannt wird, wann dieses Foto entstanden ist. Das wirkt raffiniert und bringt Spannung in die Geschichte. Leider kommen solche Momente zu selten vor. Nicht einmal am Ende gibt es einen Überraschungseffekt. Die Lösung des Ganzen wird einem schon relativ frĂŒh serviert, sodass man eigentlich hofft, dass die Autoren noch eine Wendung eingebaut haben. Leider bleibt diese aus.
Hinzu kommt, dass es immer wieder Szenen gibt, die in meinen Augen zu konstruiert und unglaubwĂŒrdig sind.

Ein Beispiel:
Der ErhĂ€ngte wird von der Polizei in einem völlig leeren Raum entdeckt. Unter dem Toten liegt ein umgekippter Aktenkoffer. Dem Polizist fĂ€llt auf, dass an diesem „Bild“ etwas nicht stimmt. Er weiß nur nicht genau, was es ist. Er vermutet, dass der Mann ermordet wurde, da es nichts gibt, worauf er hĂ€tte steigen können. Erst der Hauptprotagonist Joona Linna sieht, dass es Selbstmord war und der Mann auf den Koffer gestiegen sein muss, um diesen dann selbst umzustoßen. Trotzdem wird ihm immer noch nicht geglaubt. Erst als Joona darauf hinweist, sich die Seite des Koffers anzusehen, stimmen sie ihm zu. Auf der Seite ist ein Schuhabdruck des Toten zu sehen.
Dies ist nur eins von mehreren Beispielen und ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

Unter dem Gesichtspunkt eines gesellschaftskritischen Romans ist dieser informativ und gut aufbereitet. Er zeigt dem Leser, welche Machenschaften im Hintergrund laufen können und klagt das ganze Prozedere um Geld und Macht an. Hier ein Lob an die beiden Autoren.

Sprachlich ist an „Paganinis Fluch“ nichts auszusetzen. Der Stil ist klar und verstĂ€ndlich, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und springen zwischen den verschiedenen SchauplĂ€tzen hin und her.


Fazit:

Ich kann „Paganinis Fluch“ nicht empfehlen.
Der Roman ist in meinen Augen zu vorhersehbar und schafft es deshalb nicht, mich zu fesseln. Kleine raffinierte Ereignisse sind zwar hin und wieder eingestreut, jedoch hĂ€tte ich mir noch mehr davon gewĂŒnscht. Denn auch der Klappentext klingt hier um einiges spannender, als der Roman dann tatsĂ€chlich ist. Die angepriesenen „unmöglichen“ Todesarten der beiden Opfer spielen nĂ€mlich nur eine kurze und im Endeffekt unwichtige Rolle fĂŒr die Handlung. Hier fĂŒhle ich mich irgendwie aufs Glatteis gefĂŒhrt.
Auch der Titel ist in meinen Augen irrefĂŒhrend. Hier wollten die Autoren sicherlich Paganinis angeblichen Vertrag mit dem Teufel und den Machenschaften der Waffenindustrie in Vergleich setzen, jedoch wirkt dies eher wie Effekthascherei und hat letztlich wenig mit der Handlung zu tun. Auch die vorkommenden Geigen Paganinis bringen hier keine Punkte.

FĂŒr mich leider eine der EnttĂ€uschungen 2011.

Lars Kepler: Paganinis Fluch.
Bastei LĂŒbbe, Oktober 2011.
624 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Robert Poleschny

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Paganinis Fluch von Lars Kepler jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2022 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.