Futter für die Bestie
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Gruselig geht's in unserer Horror-Geschichten-
Anthologie zu. Auf Gewalt- und Blutorgien haben wir allerdings verzichtet. Manche Geschichten sind sogar witzig.
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Lars Kepler: Paganinis Fluch
Jetzt bestellen bei amazon.de! Lars Kepler ist das Pseudonym des schwedischen Autoren-Ehepaars Alexandra und Alexander Ahndoril., die schon mit ihrem Erstlingswerk „Der Hypnotiseur“ einen großen Erfolg feiern durften. Das Buch wurde mittlerweile in dreißig Länder verkauft.
Mit „Paganinis Fluch“ liegt nun ihr zweites Werk vor.

Wieder ist Kommissar Joona Linna der Hauptprotagonist dieses gesellschaftskritischen Thrillers.

Zur Story:
Penelope, ihres Zeichens Aktivistin gegen den Waffenexport und Friedenskämpferin, macht mit ihrem Freund Björn und ihrer Schwester Viola einen Ausflug auf Björns Jacht. Als Viola kurz nach ihrer Ankunft ermordet aufgefunden wird und der Mörder auch Björn und sie ins Visier genommen hat, beginnt eine Hetzjagd, die beide an ihre physischen und psychischen Grenzen bringt.
Parallel dazu wird die Leiche eines Mannes gefunden. Er war der Generaldirektor der staatlichen Waffenkontrollbehörde und dafür zuständig, zu entscheiden, welche Länder durch schwedische Waffenexporte unterstützt werden.
Es stellt sich die Frage, ob diese beiden Morde etwas miteinander zu tun haben.
Schnell wird ein Ersatz für den Ex-Generaldirektor gefunden. Axel Riessen. Dieser soll schnellstens einen Vertrag unterschreiben, in dem die Ausfuhr von Munition genehmigt werden soll.
Axel möchte diesen Vertrag jedoch erst genauer unter die Lupe nehmen, was ihm eine Menge Ärger einbringt.
Später spielt ein heikles Foto noch eine entscheidende Rolle. Wer ist darauf zu sehen und wann ist dieses Foto entstanden?
Nach und nach deckt Joona Linna Dinge auf, die er nicht hätte erfahren dürfen.
Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, in dem es um Leben und Tod geht.

Im Großen und Ganzen ist „Paganinis Fluch“ unter all den Romanen zu belanglos. Es gibt fast nichts, das diesen Roman aus der Masse hervorhebt.
Irgendwie hat es das alles schon gegeben, was den Effekt hat, dass der Roman vorhersehbar ist. Nur ab und zu gibt es einen kleinen Lichtblick, wenn zum Beispiel, anhand eines Fotos, auf dem vier Geiger zu sehen sind, erkannt wird, wann dieses Foto entstanden ist. Das wirkt raffiniert und bringt Spannung in die Geschichte. Leider kommen solche Momente zu selten vor. Nicht einmal am Ende gibt es einen Überraschungseffekt. Die Lösung des Ganzen wird einem schon relativ früh serviert, sodass man eigentlich hofft, dass die Autoren noch eine Wendung eingebaut haben. Leider bleibt diese aus.
Hinzu kommt, dass es immer wieder Szenen gibt, die in meinen Augen zu konstruiert und unglaubwürdig sind.

Ein Beispiel:
Der Erhängte wird von der Polizei in einem völlig leeren Raum entdeckt. Unter dem Toten liegt ein umgekippter Aktenkoffer. Dem Polizist fällt auf, dass an diesem „Bild“ etwas nicht stimmt. Er weiß nur nicht genau, was es ist. Er vermutet, dass der Mann ermordet wurde, da es nichts gibt, worauf er hätte steigen können. Erst der Hauptprotagonist Joona Linna sieht, dass es Selbstmord war und der Mann auf den Koffer gestiegen sein muss, um diesen dann selbst umzustoßen. Trotzdem wird ihm immer noch nicht geglaubt. Erst als Joona darauf hinweist, sich die Seite des Koffers anzusehen, stimmen sie ihm zu. Auf der Seite ist ein Schuhabdruck des Toten zu sehen.
Dies ist nur eins von mehreren Beispielen und ich hoffe ihr versteht, was ich meine.

Unter dem Gesichtspunkt eines gesellschaftskritischen Romans ist dieser informativ und gut aufbereitet. Er zeigt dem Leser, welche Machenschaften im Hintergrund laufen können und klagt das ganze Prozedere um Geld und Macht an. Hier ein Lob an die beiden Autoren.

Sprachlich ist an „Paganinis Fluch“ nichts auszusetzen. Der Stil ist klar und verständlich, sodass man der Geschichte gut folgen kann. Die Kapitel sind meist kurz gehalten und springen zwischen den verschiedenen Schauplätzen hin und her.


Fazit:

Ich kann „Paganinis Fluch“ nicht empfehlen.
Der Roman ist in meinen Augen zu vorhersehbar und schafft es deshalb nicht, mich zu fesseln. Kleine raffinierte Ereignisse sind zwar hin und wieder eingestreut, jedoch hätte ich mir noch mehr davon gewünscht. Denn auch der Klappentext klingt hier um einiges spannender, als der Roman dann tatsächlich ist. Die angepriesenen „unmöglichen“ Todesarten der beiden Opfer spielen nämlich nur eine kurze und im Endeffekt unwichtige Rolle für die Handlung. Hier fühle ich mich irgendwie aufs Glatteis geführt.
Auch der Titel ist in meinen Augen irreführend. Hier wollten die Autoren sicherlich Paganinis angeblichen Vertrag mit dem Teufel und den Machenschaften der Waffenindustrie in Vergleich setzen, jedoch wirkt dies eher wie Effekthascherei und hat letztlich wenig mit der Handlung zu tun. Auch die vorkommenden Geigen Paganinis bringen hier keine Punkte.

Für mich leider eine der Enttäuschungen 2011.

Lars Kepler: Paganinis Fluch.
Bastei Lübbe, Oktober 2011.
624 Seiten, Gebundene Ausgabe, 19,99 Euro.

Robert Poleschny

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