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Andreas Franz: Jung, blond, tot
Jetzt bestellen bei amazon.de! In der Umgebung von Frankfurt/Main geht ein Serienmörder um, der es auf blonde Frauen abgesehen hat. Dabei geht er jedes Mal dem gleichen Ritual nach: Zuerst vergewaltigt er die Frauen, verstümmelt sie und flechtet die Haare zu Rattenschwänzen. Erst, nachdem eine Reihe junger Mädchen sterben muss, wird der Täter durch Zufall enttarnt...

Wer bei der Ortsangabe „Frankfurt/Main“ einen altbackenen, nicht allzu spannenden Deutschland-Krimi vermutet und aufgrund der Thematik „Serienmörder“ an einen weiteren der unglaublich vielen belanglosen Serienkillerkrimis glaubt, irrt und sollte sich davon nicht abschrecken lassen. Ähnliche Bedenken hatte ich zuvor auch – doch all meine Befürchtungen wurden nach der Lektüre von „Jung, blond, tot“ zerstreut.

Der Autor schafft es, mehrere hundert Seiten auszukommen, ohne dass der Leser vor den Ermittlern den Täter enttarnt. Ein großes Lob für die Auflösung; dass der Serienkiller schon einige Seiten vor Schluss namentlich als solcher erwähnt wurde, macht die Sache übrigens noch spannender und reizvoller – denn egal, ob man den Täter als solchen identifiziert, bevor die Ermittler es tun, oder nicht: Auf den Zeitpunkt, zu dem seine Identität dem Leser offenbart wird, kommt man garantiert nicht. Auch der Schreibstil des Autors ist ohne Ecken und Kanten, wenngleich er ein angenehmes, sonst jedoch eher ungewöhnliches Stilmittel mitbringt: Statt ellenlanger, zum Teil prosaischer Beschreibungen von Wetter, Orten oder Ähnlichem, reicht ihm ein einziger Begriff, um die jeweilige Sache zu erklären (z. B. heißt es hier statt einer langwierigen Erklärung wie „Bevor er ins Präsidium fuhr, bestieg er seinen Wagen und durchquerte das Bahnhofsviertel“ etwa einfach nur „Bahnhofsviertel“). Und auch das Privatgeplänkel kommt in dem Roman nicht zu kurz, wobei die brillante Ermittlungsarbeit trotzdem im Vordergrund steht.

Auch die Ermittlerin ist eine sehr sympathische Person, die so überhaupt nicht ins typische Klischee passt: Sie raucht und trinkt verhältnismäßig viel, hat eine Wohnung, in der es anscheinend wie in einem Saustall aussieht und zählt auch vom Äußeren her so ganz und gar nicht ins allgemein gängige Bild der weiblichen Kriminalroman-Schönheiten. Eine sehr reizvolle Art und Weise, den Ermittler nicht so typisch klischeehaft darzustellen – womöglich gefällt sie beileibe nicht jedem, von schwarz-weiß gestalteten Klischee-Kommissaren aus den USA geschädigten Leser, doch mich weiß diese Art von Realismus sehr zu überzeugen.

Einzige Wehrmutstropfen sind einerseits, dass zwei im Laufe des Romans lieb gewonnene Kommissare so mir nichts, dir nichts aus dem Team ausscheiden und andererseits der „unglaubliche Zufall“, der den Täter schließlich enttarnt. Bei der glaubhaften intensiven Ermittlungsarbeit ein wenig störend – andererseits basiere der laut Andreas Franz sogar auf Tatsachen.

Fazit: Ausgezeichnete Ermittlungsarbeit, schonungslos schildert Franz das alltägliche Leben mehrerer Polizisten und ein, von psychologischer Seite gesehen, höchst interessantes Täter-Motiv machen dieses Buch zu einem sehr guten Kriminalroman. Mit seinen Debütroman hat Franz einen exzellenten Thriller geschrieben – umso erfreulicher, dass dieser Roman auch Jahre nach seiner Erst-Erscheinung noch einmal zum günstigeren Preis von 6 Euro in einer exklusiven Sonderausgabe erscheint. Sehr zu empfehlen!

Andreas Franz: Jung, blond, tot.
Droemer Knaur, München, August 2007.
511 Seiten, Taschenbuch.

Martin Palm

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