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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Walter Moers: Das Labyrinth der träumenden Bücher
Jetzt bestellen bei amazon.de! Hildegunst von Mythenmetz erhält einen Brief, in dem ihr die Rückkehr des Schattenkönigs offeriert wird.
Sie selbst ist mittlerweile alles andere als vom Orm (eine Art Kreativität) erfüllt und schreibt nur noch belangloses Zeug. Da Einsicht der erste Schritt zur Besserung ist und sie der Rückkehr des Schattenkönigs auf den Grund gehen will, kehrt sie zweihundert Jahre später nach Buchhaim zurück.
Dort entdeckt Hildegunst, dass sich seit dem damaligen großen Feuer, sehr vieles verändert hat. Die Stadt der träumenden Bücher hat aus der Not eine Tugend gemacht und die Zerstörung, und den damit verbundenen uneingeschränkten Zugang in die unterirdischen Labyrinthe, genutzt, um eine Stadt aufzubauen, die Grenzen übergreifend von sich reden macht. Ängste, sich in den Untergrund zu begeben, in dem damals die Bücherjäger und unzählige andere Kreaturen hausten und alles jagten, was sich bewegte, gehören der Vergangenheit an. Im Gegenteil: Bücherjäger werden heute hofiert und gesellschaftlich anerkannt, da sie mittlerweile wirklich nett sind und tatsächlich nur noch Bücher jagen.
Darüber hinaus sieht man an jeder Ecke Puppen in allen Formen und Varianten. Handpuppen, Schattenfiguren und Marionetten dominieren das Stadtbild. Der Grund? In Buchaim hat sich der „Puppetismus“ etabliert und der Stadt einen weiteren neuen Touristenmagneten geliefert.
Zunächst noch verwundert und abgeneigt, gegenüber dieser kindischen Form des Theaters, taucht Hildegunst kurze Zeit später voll und ganz in diese Kunst ein. Denn das Theater „Puppaecircus Maximus“ zeigt ihr Dinge, die sie nie im Leben mit Puppen in Verbindung gebracht hätte. Alles wirkt so lebendig und echt, dass Hildegunst es nicht fassen kann und an ihrem Verstand zweifelt. Am Ende mündet das ganze in einem „Unsichtbaren Theater“, in dem nur noch die Fantasie des Zuschauers gefragt ist. Für Hildegunst steht fest: Sie möchte alles darüber erfahren, da sie hofft, einen neuen Zweig für ihre schriftstellerische Tätigkeit zu finden.

Leider ist dieses Theaterstück, trotz der genialen Beschreibungen und Ideen der Anfang der steil abfallenden Unterhaltungskurve. Hier wird auf sechzig!!! Seiten noch einmal der Vorgängerroman „Die Stadt der träumenden Bücher“ geschildert, zu denen dann in allem Überfluss noch dreißig Seiten mit Hildegunsts Notizen über die verschiedenen Puppetismusvarianten kommen. Diese neunzig Seiten sind in meinen Augen sehr unnötig und ziehen sich wie Kaugummi. Noch zumal danach nicht mehr viel passiert. Zwar wird es zum Ende hin gerade wieder spannend, doch man ahnt, dass der Schluss, aufgrund der geringen übrigen Seitenzahlen, nur enttäuschend werden kann.
Doch damit, dass es mitten im Geschehen endet, hätte ich nicht gerechnet.
Und siehe da: Nach ein paar Recherchen erfährt man, dass es tatsächlich eine Fortsetzung geben wird, mit dem Titel „Das Schloss der träumenden Bücher“. Allerdings erst 2013!
Ich war bitter enttäuscht.
Offensichtlich ging es dem Verlag nicht schnell genug, und so entschied man sich dafür, den zweiten Teil zu splitten. Dies finde ich unverschämt, da der Preis für solch ein „unvollständiges“ Buch extrem hoch ist und nur im Nachwort erwähnt wird, dass es eine Fortsetzung geben wird.

Sprachlich gibt es nichts zu meckern. Walter Moers schreibt witzig, humorvoll, fantasievoll und schildert die Welt von Zamonien gekonnt und auf hohem schriftstellerischen Niveau.

Der Einband ist sehr geschmackvoll und auch ohne Schutzumschlag toll gestaltet. Walter Moers’ gezeichnete Charaktere lassen einen immer wieder schmunzeln.
Die Illustrationen ziehen sich durch das gesamte Buch. Diese betrachtet man gerne auch länger, um immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Fazit:

An und für sich ist „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ ein sehr unterhaltsames Buch, das ich nur empfehlen kann. Allerdings sollte einem bewusst sein, dass es noch eine Fortsetzung geben wird, die sicherlich so spannend weitergeht, wie „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ geendet hat. Ich für meinen Teil freue mich schon drauf.
Jedoch hätte sich der Autor die neunzig Seiten der Zusammenfassung des ersten Bandes und die Notizen sparen können, da es dadurch unnötige Längen hat. Vielleicht hätte Walter Moers lieber mehr Zeit in die Weiterführung der neuen Story investieren sollen. Dann wäre der dritte Teil eventuell schon fertig.

Walter Moers: Das Labyrinth der träumenden Bücher.
Knaus, Oktober 2011.
432 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,99 Euro.

Robert Poleschny

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