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Dan Wells: Sarg niemals nie
Jetzt bestellen bei amazon.de! Im Jahr 1817 sitzt Frederick Whithers wegen einer Gaunerei im Gefängnis. Als sein Zellengenosse stirbt, fädelt er die Flucht aus dem Gefängnis ein und lässt sich nach draußen schaffen – in einem Sarg. Auf dem nahe gelegenen Friedhof entsteigt er diesem wieder und wird dabei prompt von einer Schar Vampire entdeckt, die ihn fortan für ihren auferstandenen Anführer hält. Zu allem Überfluss ist aber der wahre Vampirgraf schon unterwegs, ums seine Ansprüche geltend zu machen…

„Der verrückteste Horror, den man für Geld kaufen kann“, so steht es zumindest auf der Innenseite des Buches. Der Plot klingt erst einmal wirklich verrückt und sicher hat das Buch auch viele komödiantische – teilweise slapstickhafte Elemente - von Horror aber kaum eine Spur. Die Geschichte ließe sich bestimmt auch auf ca. 100 Seiten abhandeln, was den Vorteil hätte, dass sie dann nicht mehr so redundant wäre.

Witzig allein finde ich – als Anglist - die literarischen Verweise. So lernt Frederick den Dichter John Keats kennen (dieser weilte in Wahrheit zu dieser Zeit schon nicht mehr in London, aber sei’s drum) der jedoch sehr überzeichnet ist und einem mit seinen ständigen Reimen bisweilen gehörig nervt. Auf ihrer Reise treffen die beiden auch auf Mary Shelley (die Keats tatsächlich – jedoch in Rom – kennenlernte). Diese sammelt Leichenteile auf dem Friedhof, um ein „Frankenstein Monster“ zu erschaffen, als Recherche für ihren Roman.

Auch die Genrepersiflage gibt dem Buch ein wenig Würze, wenn der Vampir Schwarz zum Beispiel über seinen Namen sagt: „Aber mein richtiger Name lautet … Bernard. Das klingt einfach nicht furchtbar genug, da stimmst du mir sicher zu.“ (Seite 134). Aber nicht nur ihre Namen sind ungefährlich, sie selbst entsprechen auch nicht dem klassischen Vampirbild: „Deshalb haben wir die Schauerromane erfunden. (…) Das war die einzige Möglichkeit, die Menschen tatsächlich zu überwältigen. (…) Wir besitzen keine echte Macht, deshalb haben wir das Bild des wehrlosen Opfers in den Mittelpunkt gerückt. Es hat Wunder gewirkt. (…) Die Vorstellung, sei seien nicht fähig zu fliehen, lähmt sie so sehr, dass sie es nicht einmal versuchen.“ (Seite 136).

Dan Wells: Sarg niemals nie.
Piper, April 2012.
320 Seiten, Taschenbuch, 12,99 Euro.

Nadine Roggow

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