Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Brady Udall: Der einsame Polygamist
Jetzt bestellen bei amazon.de! Golden Richards hat vier Ehefrauen und 28 Kinder. Er lebt in einer Mormomen-Gemeinde, in der die Mehrehe praktiziert wird. Glücklich ist er dabei nicht. Immer wenn er von der Arbeit nach Hause kommt, zögert er das Betreten seines Hauses so lange wie möglich hinaus, weil er weiß, dass ihn drinnen nur Chaos erwartet. Ein Chaos, das von Kindergeschrei dominert wird und von Ehefrauen, die oft ein unüberwindliches Bollwerk gegen ihn bilden. Auch ist die Anzahl der Toiletten - zwei - viel zu gering für die Menschenmassen auf diesem engen Raum, so dass unser Held oft nur in einem alten Putzeimer in der Besenkammer Erleichterung findet. Zu allem Überfluss verliebt er sich in die Frau seines cholerischen und bewaffneten Arbeitgebers ...

Unglücklich sind auch andere Mitglieder der Familie. Ehefrau Nummer 4, Trish, fühlt sich einsam, sexuell unbefriedigt und von ihrem Ehemann missachtet, und Rusty, eines der Kinder, kommt weder mit seinen Geschwistern, noch mit Ehefrau Nummer 1 zurecht, die ihn allesamt drangsalieren.

Der US-Amerikaner Brady Udall, selbst in einer Mormomen-Familie mit vielen Kindern aufgewachsene, hat mit "Der einsame Polygamist" einen wunderbaren 730-Seiten-Schmöker geschrieben, der spielerisch leicht die Balance zwischen Drama, Liebes- und Gesellschaftsroman hält. Sogar Thriller-Elemente kommen vor. Einige Szenen sind so lustig wie eine Slapstick-Nummer von Charly Chaplin, andere so traurig, dass man beim Lesen fast weinen muss. Manchmal möchte man Teil einer solch starken Gemeinschaft wie dieser Riesen-Familie sein, manchmal ist man froh, sich - gottseidank - weit weg und in gänzlich anderen Lebensumständen zu befinden. Immer jedoch fühlt man mit den Figuren dieses Romans und versteht ihr Handeln voll und ganz. "Der einsame Polygamist" ist eines der seltenen Romane, bei denen man beim Lesen die immer geringer werdende Seitenzahl mit großer Sorge betrachtet, weil das bedeutet, dass man sich bald von den vielen liebgewonnenen Charakteren verabschieden muss. Ein tolles Buch!

Brady Udall: Der einsame Polygamist.
Goldmann, Mai 2012.
736 Seiten, Gebundene Ausgabe, 24,99 Euro.

Andreas Schröter

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