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Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
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Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen
Jetzt bestellen bei amazon.de! Mit mehr als zwei Dutzend Veröffentlichungen hat sich Martin Mosebach für viele Preise empfohlen. Ende Oktober hat der 56-Jährige die höchste literarische Auszeichnung in Deutschland, den Georg-Büchner-Preis, bekommen.

Mit dem Roman „Der Mond und das Mädchen“ ist gerade das ungewöhnlichste Buch des Frankfurter Autors erschienen. Das sommerliche Traumspiel ist wohl sein zartester, schmalster und leichthändigster Roman – geschrieben in einer wunderschönen, geschliffenen, bilderreichen, poetischen Sprache. Eine moderne Adaption von Shakespeares „Sommernachtstraum“ wagt der Romancier, indem er ein junges Paar – Hans und Ina – in der Dachgeschoss eines maroden Mietshauses in der Frankfurter Innenstadt um die Liebe kämpfen lässt.

Die tote Taube, die am ersten Abend auf dem Bett im Schlafzimmer liegt, ist kein gutes Omen für ein dauerhaftes Glück. Die Liebe bekommt Risse – wie das Haus, das auch schon bessere Zeiten erlebt hat.

In der Zeit zwischen Vollmond und Neumond begleitet der Büchner-Preisträger das Paar in diesem heißen Sommer, in dem das Feuer der Liebe immer mehr erlischt. Schon wie Mosebach die Mondstadien beschreibt, ist Poesie pur, ganz große Literatur, ein Lesegenuss. Hier blitzt die ganze stilistische Pracht und Erzählfreude von Mosebach auf, die die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung bewogen hat, ihm den mit 40 000 Euro dotierten Preis zu verleihen.

Auch in diesem Roman ist Mosebachs Held mehr ein Antiheld. Eine Figur, die am Alltag scheitert und in ihrer Welt nur Außenseiter ist. Mit Ina, dem behüteten Mädchen aus wohlhabendem Haus, versucht sich Hans ein Liebesnest einzurichten, aber für Sentimentalitäten ist keine Zeit. Auf dünnem Eis balanciert das Paar durch erotische Verwirrungen und die Begegnungen mit einer Multikulti-Gesellschaft, einem Ehepaar, das Bohème-Flair ins Leben bringt, und dem Hausbesitzer, der seine gescheiterte Ehe nicht überwunden hat. Mit feiner Satire zeichnet Mosebach ein gesellschaftskritisches Bild der Hausgemeinschaft. Dicht und magisch breitet der Frankfurter, der eigentlich mehr ein Langstrecken-Erzähler ist, den Zauber der Mondnächte aus – man kann dem Buch nur wünschen, dass es viele Leser verzaubert.

Martin Mosebach: Der Mond und das Mädchen.
Hanser, August 2007.
192 Seiten, Hardcover, 17,90 Euro.

Julia Gaß

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