Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Sean Creed: Gehetzt
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der Titel des Romans trifft den Nagel auf den Kopf.
Die Handlung ist temporeich und hetzt den Protagonisten von einer Situation in die nÀchste.
Doch der Reihe nach.

Danny, seines Zeichens ehemaliger CIA Agent, ĂŒbernimmt einen weiteren Auftrag von seinem Kontaktmann, den er nur ĂŒber eine virtuelle Plattform kennt. Doch am Treffpunkt der Übergabe geht alles schief. Danny erwacht aus seiner Bewusstlosigkeit und sieht das Unfassbare. Neben ihm liegt eine Leiche und auch der Platz vor dem Hotel ist ĂŒbersĂ€t mit erschossenen Menschen. Irgendjemand möchte ihm die Schuld fĂŒr das Massaker in die Schuhe schieben und so bleibt ihm nichts anderes ĂŒbrig, als die Flucht zu ergreifen und die Mörder zu finden, um seine Unschuld zu beweisen.
Von nun an hetzt der Protagonist von einer brenzligen Situation in die nĂ€chste, wobei er via Handy von seinem Partner „Kid“ unterstĂŒtzt wird. Dieser lotst ihn mithilfe der öffentlichen Kameras und durch Abhören des Polizeifunks durch die Stadt und hilft, wo er nur kann.
Anfangs noch unerkannt, wird Danny schließlich von der Polizei identifiziert. Die Schlinge zieht sich immer mehr zusammen und Danny befĂŒrchtet, dass nun seine Tochter mit hineingezogen wird und der britische Geheimdienst Methoden anwendet, die er seiner ihr ersparen möchte. Er entscheidet, sie zu „retten“, was ihn noch mehr unter Druck setzt. Schließlich ist dieser Schritt fĂŒr die Behörden vorhersehbar und er dadurch noch leichter auffindbar. Hinzu kommt die Frage, ob sie auf ihn hören und mit ihm gehen wird?
Unterbrochen wird die eigentliche Geschichte durch RĂŒckblenden, die sieben Jahre zurĂŒckliegen und zeigen, warum das VerhĂ€ltnis zur Tochter mittlerweile so schlecht ist und sie keinen Kontakt mehr haben.

Alles in allem also eine kurzweilige, rasante Geschichte, die sich zĂŒgig liest und Spaß macht.

Am Ende wird der Leser dann jedoch etwas ratlos zurĂŒckgelassen. Erstens ist der Schluss sehr abrupt und die GrĂŒnde fĂŒr dieses ganze Szenario bleiben im Dunkeln. Hier wartet mit Sicherheit ein Nachfolger.
Das hat mich leider sehr enttĂ€uscht und den guten Eindruck geschmĂ€lert, da ich das GefĂŒhl hatte, ein unfertiges Buch in den HĂ€nden zu halten.

Sprachlich und inhaltlich ist der Roman, seinem Genre entsprechend, leicht verstÀndlich und nicht sehr anspruchsvoll. Aber das erwarte ich auch nicht von einem Buch, das von Anfang an auf Action setzt.

Ich persönlich hĂ€tte mir noch mehr Wendungen gewĂŒnscht. So ist der Roman sehr linear und hĂ€lt kaum Überraschungen bereit.
Insgesamt gute Unterhaltung fĂŒr Freunde der Filme „Stirb langsam“ oder „Die Bourne IdentitĂ€t“. Mehr aber auch nicht.

Sean Creed: Gehetzt.
Bastei LĂŒbbe, November 2011.
416 Seiten, Taschenbuch, 8,99 Euro.

Robert Poleschny

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