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Die Fantasy haben wir in dieser von Alisha Bionda und Michael Borlik herausgegebenen Anthologie beim Wort genommen. Vor allem fantasievoll sind die Geschichten.
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Peter Abrahams: Verblendet
Jetzt bestellen bei amazon.de! Nach „Ausradiert“ und „Gerissen“ ist „Verblendet“ Abrahams dritter Thriller, der bei Knaur erschienen ist.
Roy, der verwitwete, berĂŒhmte KĂŒnstler, erkrankt gleich zu Beginn des Romans an einer seltenen Krebsart, da er als Junge mit Asbest in BerĂŒhrung gekommen ist.
Dies ist der AufhĂ€nger fĂŒr die einsetzende Thriller-Handlung: Roy lĂ€sst von Skippy den PC der New York Times hacken, um den fĂŒr ihn vorbereiteten Nachruf zu lesen. Dabei stĂ¶ĂŸt er auf einen Fehler, der seine Frau Delia betrifft. In der Anzeige wird erwĂ€hnt, dass sie als Mitarbeiterin der Vereinten Nationen bei einem Unfall gestorben sei. Roy weiß aber, dass Delia fĂŒr das Hobbes Institute gearbeitet hat.
Wenn der Leser diese etwas konstruierte Ausgangssituation akzeptiert, kann es weiter gehen:
Nun wechseln sich die HandlungsstrÀnge ab, die um Roys Krebsbehandlung und die AufklÀrung um den Tod von Delia kreisen.
Die Motivation, seine eigene Todesanzeige zu lesen, ist ein sehr gewollter AufhĂ€nger fĂŒr die Thriller-Handlung, die dann noch kĂŒnstlich in die LĂ€nge gezogen wird, weil Roy bei seinen Recherchen erst nach etwa einem Drittel der Handlung das Internet bemĂŒht, um etwas ĂŒber das Hobbes Institute zu erfahren. Vorher ermittelt er nach Art der 80er Jahre ĂŒber Telefonanrufe und vor Ort Recherchen.
ZunĂ€chst kontaktiert er den Journalisten, der fĂŒr die Anzeige verantwortlich ist. Dieser beginnt zu ermitteln und stirbt kurz darauf bei einem Einbruch. Die Polizei glaubt an einen Raub, Roy durchschaut allerdings den Zusammenhang: Rechercherergebnisse ĂŒber das Hobbes-Institute wurden beseitigt.
Die weitere Suche fĂŒhrt Roy zu Angehörigen von Delias Mitarbeitern und schließlich wirklich zum Hobbes Institute. Die Handlung nimmt schließlich Fahrt auf und wird wirklich spannend: eine untergeschobene Waffe, verschwundene ArbeitsrĂ€ume, mysteriöse Nachrichten, ein reicher Kunstsammler, der aus dem Nichts auftaucht, ein Kunstwerk von Roy kauft und ihm bei der Suche nach Beweisen fĂŒr die Existenz des Hobbes Institutes helfen will, eine EntfĂŒhrung, Tote.
Man kann sagen, dass die Spannung am Ende zur Zufriedenheit des Lesers aufgelöst wird: Ein solider Thriller.

Peter Abrahams: Verblendet.
Knaur, Juni 2012.
416 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Corinna Griesbach

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