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Anne Brontë: Agnes Grey (1848)
Jetzt bestellen bei amazon.de! „Ein vernünftiger Mensch sehnt sich nicht nach Schönheit …“
„Nein, abgesehen von meiner Hoffnung auf Gott war mein einziger Trost der Gedanke, dass ich, wenn er auch nichts davon ahnte, seiner Liebe doch würdiger war als Rosalie Murray …“
„Aber gewiss! Eleganz und Vollkommenheit der jungen Dame sind der Gouvernante wichtiger als ihre eigenen (…) Will sie in ihrem Beruf erfolgreich sein, muss sie die ganze Energie auf ihre Arbeit richten …“
Mit diesen Zitaten ist das Wesen und das Schicksal Agnes Greys angerissen: Die arme Halbwaise hat weder Zeit noch Geld, um sich nach Schönheit zu sehnen. Wohl hat die Pfarrerstochter den Wunsch, ihre inneren Werte auszubilden.
Die drohende Verarmung der Familie nach dem Tod des Vaters veranlasst sie, weit weg von der Familie als Gouvernante zu arbeiten. Ein weit verbreitetes Schicksal unverheirateter, unvermögender, gebildeter Töchter. Manchmal wird so eine Dame ganz in die Familie aufgenommen („Emma“, Jane Austen), manchmal wie eine ungeliebte Hausgenossin ohne Rechte gehalten.
Agnes Grey ist mit ihren ungezogenen, unwilligen Zöglingen überfordert. Ihr Trost in der Ferne und als nicht respektierte Gouvernante sind ihre kurzen Begegnungen mit dem Hilfspfarrer Edward Weston, in den sie sich verliebt.
Auch Anne Bronte ist eine Pfarrerstochter (sie hat zwei schriftstellernde Schwestern, Charlotte und Emily) und wuchs in Yorkshire auf. Auch sie war, wie ihre Heldin Agnes, Halbwaise. Ihr Vater zog die Mädchen auf und unterrichtete sie. Seine größte Sorge war ihre materielle Versorgung, sprich: eine angemessene Ehe. Auch Anne Bronte verdingte sich als Gouvernante, fern von zu Hause, und hat immer wieder versichert, dass gerade die Textstellen im Roman, die als grausam und überzogen empfunden wurden, der Wirklichkeit nachempfunden waren.
Unter den Namen Currer, Ellis und Acton Bell veröffentlichten die Schwestern 1847 „Jane Eyre“ , „Wuthering Hights“ und „Agnes Grey“.
„Agnes Grey“ ist eine realistische, sozialkritische Studie über das Schicksal von jungen, unverheirateten Frauen, die als Gouvernante arbeiten. Der Roman richtete den Blick des lesenden Bürgertums auf die Missstände dieses Berufsstandes, der von Isolation, Einsamkeit, mangelnder Anerkennung, geringem Lohn und ständiger Verfügbarkeit geprägt war.
Der Roman endet mit einem Happy End: Die aufsässigen Zöglinge werden nicht glücklich, Agnes jedoch schon. Sie heiratet den Pfarrer Weston, der sie um ihrer inneren Werte willen liebt.
Michaela Meßner hat den Text neu übersetzt und mit Anmerkungen und einem Nachwort versehen. Bei der Übersetzung hat sie unter anderem Wert darauf gelegt, den im Roman verwendeten Yorkshire-Dialekt nicht zu ignorieren, sondern diesem sprachlichen Merkmal durch einfache Sprechweise auch im Deutschen kenntlich zu machen.

Anne Brontë: Agnes Grey (1848).
dtv, Mai 2012.
320 Seiten, Taschenbuch, 8,90 Euro.

Corinna Griesbach

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