Mainhattan Moments
Mainhattan Moments
Susanne Ruitenberg und Julia Breitenöder haben Geschichten geschrieben, die alle etwas mit Frankfurt zu tun haben.
mehr ... ] [ Verlagsprogramm ]
 SIE SIND HIER:   HOME » LESELUST » Messias-Maschine IMPRESSUM
NEWSLETTER
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

Jetzt anmelden! ]

UNSERE TOP-SEITEN
1.) Literatur-News-Ticker
2.) Leselust
3.) Forum
4.) Mitmach-Projekt
5.) Schreib-Lust-News 6.) Ausschreibungen 7.) Wettbewerbs-Tipps
Chris Beckett: Messias-Maschine
Jetzt bestellen bei amazon.de! In einer nicht allzu fernen Zukunft: George Simling, ein junger Übersetzer, lebt mit seiner Mutter Ruth in Illyria City, einer Insel der Vernunft in einer fanatischen Welt. Überall auf dem Globus herrschen religiöse Extremisten; Verfolgung Andersdenkender und AndersglĂ€ubiger sind an der Tagesordnung. Wissenschaftler, der Ketzerei bezichtigt, haben einen eigenen Staat gegrĂŒndet. Doch Illyria, auf dem Balkan von verschiedenen verfeindeten VolksstĂ€mmen umgeben, ist fĂŒr die Rohstoffversorgung von den Feinden abhĂ€ngig, außerdem zetteln die einfachen Arbeiter immer wieder Unruhen an und reklamieren Religionsfreiheit. Mehr und mehr gehen die Illyrier dazu ĂŒber, Arbeiter durch intelligente Roboter zu ersetzen; ja, es gibt sogar Roboter-Huren, so genannte HESVEs, sich selbst weiterentwickelnde, wunderschöne, mit menschlichem Kunstfleisch ĂŒberzogene Geschöpfe.
George, seelisch verkrĂŒppelt durch die Lieblosigkeit seiner Mutter, die ihre Tage am liebsten im SenSpace verbringt, einer virtuellen Welt, die alle WĂŒnsche erfĂŒllt, verliebt sich in das Kunstwesen Lucy.
Als zahllose der intelligenten Roboter eigenmĂ€chtig Illyria verlassen, beschließt die Regierung, ihre Festplatten alle sechs Monate zu löschen. Just in diesem Moment regt sich bei Lucy eine Andeutung von echtem Bewusstsein.
George bleibt nichts anderes ĂŒbrig, als mit ihr zu fliehen.
In die feindliche Außenwelt.
Dorthin, wo man Roboter als DĂ€monen verachtet und verbrennt ...

Schon 2004 geschrieben, ist das Buch erst in diesem Jahr in deutscher Übersetzung erschienen - wohl, weil dystopische Zukunftsvisionen momentan im Trend sind. Und die Vision von Chris Beckett ist erschreckend aktuell. Dass die Welt von religiösen Fanatikern beherrscht wird, erscheint angesichts derzeit auftretenden Radikalisierungen auf allen Seiten so abwegig nicht. KĂŒnstliche Organe und Roboter werden lĂ€ngst erforscht und hochintelligente Computer, die sich selbst weiterentwickeln, sind ebenfalls keine Utopie mehr.
Auch fĂŒr SenSpace, diese sĂŒchtig machende, virtuelle Paradieswelt, finden sich heute genug Parallelen, um den Leser nachdenklich zu machen.

Der Autor geht der Frage nach, ob ein Leben ohne jegliche SpiritualitÀt, ohne Vorstellung eines höheren Wesens, nur auf Wissenschaft und Vernunft basierend, dem Menschen möglich ist, oder ob ihm nicht doch etwas fehlt. Er sendet seinen Protagonisten George, einen anfangs naiven, gehemmten jungen Mann, auf eine lange Reise der Selbstfindung, an deren Ende sowohl er, als auch der Leser, wertvolle Erkenntnisse gewonnen haben.
Der Roman liest sich flott, ist spannend, und besonders die Stellen, an denen Lucys Bewusstsein erwacht, sind beeindruckend herausgearbeitet. Nicht nur fĂŒr Stammleser von Zukunftsromanen eine kurzweilige LektĂŒre.
Der Autor lebt in Cambridge und ist Dozent an der UniversitÀt. Nach diversen Kurzgeschichten ist Messias Maschine sein erster Roman.

Chris Beckett: Messias-Maschine.
Knaur, Juli 2012.
336 Seiten, Taschenbuch, 9,99 Euro.

Susanne Ruitenberg

Wie hat Ihnen diese Rezension gefallen? Schreiben Sie uns!
Name:


E-Mail:


Auf welches Buch beziehen Sie sich?


Text:

ANZEIGEN
Das Buch Messias-Maschine von Chris Beckett jetzt bestellen bei:
Jetzt direkt bei amazon.de bestellen! Jetzt direkt bei bol.de bestellen! Jetzt direkt bei buch.de bestellen! Jetzt direkt bei buecher.de bestellen! Jetzt direkt bei libri.de bestellen! Jetzt direkt bei thalia.de bestellen!
 LINKTIPPS: Naturwaren Diese Website wird unterstützt von:

www.mswaltrop.de
Copyright © 2006 - 2022 by Schreiblust-Verlag - Alle Rechte vorbehalten.