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Rebecca Gablé: Das Spiel der Könige
Jetzt bestellen bei amazon.de! Auch wenn „Das Spiel der Könige“ der letzte Teil einer Trilogie ist, lässt es sich ohne Probleme als Einzelroman lesen. Allerdings birgt es die Gefahr, dass man sich in diesem Falle nachts um Zwei auf die Suche nach der nächsten Bahnhofsbuchhandlung mit 24-Stunden-Service begibt, um schnell noch die beiden ersten Teile zu ergattern.

Erzählt wird die Geschichte des englischen Thronfolgekriegs im 15. Jahrhundert, bekannt geworden unter dem Namen „Rosenkriege“ und des darin unentwirrbar verstrickten, fiktiven, Hauses derer of Warringham. Ich werde jetzt gar nicht erst versuchen, die komplexe Handlung in wenigen Worten wiederzugeben – nur soviel zum Verständnis: Der immer wieder zweifelnde Protagonist Julian of Warringham vermittelt dem Leser ein sehr authentisches Gefühl dafür, was es für den Einzelnen bedeutet haben muss in einem Land zu leben, in dem nach Generationen von Kriegserfahrung (der Hundertjährige Krieg mit Frankreich ist gerade erst beendet) der nächste Gegner plötzlich ein Verwandter, ein Kriegskamerad, ein Nachbar ist.

Julian ist wirklich ein Kind seiner Zeit ist und das macht den Roman so stark, so authentisch. Die historische Authentizität entsteht nicht nur durch die zweifellos korrekte historische Recherche, Julian of Warringham kann so nur in diesen Jahren existieren. Nicht nur die Geschehnisse, sondern auch die Persönlichkeit machen es unmöglich, sich diese Handlung 100 Jahre früher oder später vorzustellen. Die Verfangenheit des Adels in alte Symbole und Verpflichtungen und andererseits der Zwang , neue Wege zu gehen und Dinge zu tun, die früher nur anderen Klassen vorbehalten waren und trotzdem niemals zu vergessen, wer man war und ist – diese Darstellung ist hier rundum gelungen. Die Protagonisten denken nicht einfach nur liberal oder nur konservativ, sie tun das innerhalb der Grenzen der Denkweise ihrer Zeit. Dies darzustellen ist eine der großen Herausforderungen des modernen historischen Romans und HIER findet sich ein Beispiel dafür, wie man es macht.

Das bedeutet aber nicht, dass das „Spiel der Könige“ ununterbrochen altertümlich oder sperrig daherkommt, im Gegenteil. Der Roman liest sich leicht und flüssig und zieht den Leser sogartig in die Handlung. Die hohe Seitenzahl ist weniger eine Herausforderung, sondern vielmehr eine willkommene Zugabe. Es bleibt Platz für die Geschichte von Julians Schwester Blanche, die zweifellos eine starke Frau ist, aber eben stark nach den Werten und Normen ihrer Zeit. Sie reiht sich damit (Gott sei Dank) nicht in die vielen, modern gewordenen, mittelalterlichen Heldinnen ein. Leser der beiden ersten Romane werden in manchem Namen den Sohn oder Enkel von lieb gewonnenen Figuren erkennen, aber wie bereits eingangs gesagt: Es macht auch ohne diese Vorkenntnisse Spaß, sich in die fremde Welt entführen zu lassen.

Rebecca Gablé: Das Spiel der Könige.
Ehrenwirth-Verlag, August 2007.
1188 Seiten, Hardcover, 24,95 Euro.

Regina Lindemann

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