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Werner Bergengrün: Der spanische Rosenstock (1940)
Jetzt bestellen bei amazon.de! Eine kleine, feine Novelle, die in der Form einer Märchenerzählung daherkommt. In der Rahmenhandlung trifft sich ein Liebespaar, um für lange Zeit voneinander Abschied zu nehmen. Um die letzten verbleibenden Momente auszukosten und den Abschied hinauszuzögern, bittet das Mädchen ihren Freund, eine letzte Geschichte zu erzählen.

Die Ängste und Hoffnungen des Paares spiegeln sich in dieser Geschichte wider, die der junge Mann für seine Freundin erfindet. Wie sollen Zeit und Raum überwunden werden? Wird die Liebe Bestand haben?

In dem Märchen ist es eine Prinzessin, die von einem jungen Mann ihres Hofstaates geliebt wird, der sich aber keine Hoffnung auf eine Vermählung machen darf. Er gewinnt ihre Liebe, doch ohne Geld wird er den Vater nicht überzeugen. So will er in die Welt hinausziehen und hinterlässt ein verzaubertes Pfand seiner Liebe, das alles Trennende überwinden soll, den spanischen Rosenstock. Lange geht alles gut, doch es bemühen sich auch andere Männer um die Prinzessin. Auch hier ist es die bange Frage, ob die Liebe allen Widrigkeiten trotzen wird. Davon gibt es einige, die die Geschichte spannend machen. Doch davon soll nicht zuviel verraten werden.

Zum Schluss spielt der Faktor Zeit noch eine große Rolle, und Bergengruen hastet genauso atemlos wie seine Protagonisten voran. Man wünschte sich, noch ein wenig zu verweilen, doch der Autor lässt dem Leser keine wirkliche Zeit. Das ist ein bisschen schade, dennoch ist letztlich alles erzählt, nichts vergessen, alles aufgelöst.

„Der spanische Rosenstock“ ist für Liebhaber von Märchen eine schöne Lektüre, auch für Liebende, die sich trennen müssen, für Fernbeziehungen, die es in unserer Zeit ja auch öfter gibt, auch wenn heute via Handy, Skype usw. Räume scheinbar überbrückt werden und Trennungen gemildert. Dennoch ist es etwas anderes, als sich täglich an einem Ort sehen und austauschen zu können. Vieles wird verpasst und manches entfremdet sicherlich. Insofern zeigt die Geschichte von Bergengruen etwas Zeitloses.

Werner Bergengruen, Jahrgang 1892, wurde in Riga geboren und starb 1964 in Baden-Baden. Nach der Schulbildung in Deutschland und dem Dienst als Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg folgte in den 20er Jahren die Arbeit als Journalist bei verschiedenen Zeitungen und später auch Chefredakteur bei den „Baltischen Blättern“. Ab 1927 freier Schriftsteller. Konvertierte 1936 vom evangelischen zum katholischen Glauben, wurde aus der Reichsschrifttumskammer der Nationalsozialisten ausgeschlossen, erhielt aber eine Publikationserlaubnis. Einige Bücher wurden von den Nationalsozialisten verboten, zudem erhielt Bergengruen ein Vortragsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er weiter erfolgreich.

Werner Bergengrün: Der spanische Rosenstock (1940).
Arche, September 2012.
64 Seiten, Gebundene Ausgabe, 14,95 Euro.

Martina Bracke

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