Der Cousin im Souterrain
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Der nach "Dingerchen und andere bittere Köstlichkeiten" zweite Streich der Dortmunder Autorinnengruppe "Undpunkt".
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Elisabeth Zöller: Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel
Jetzt bestellen bei amazon.de! Das Jugendbuch erzählt die Geschichte des Mädchens Paula aus Münster, das in den vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts in deiner nationalsozialistischen Familie aufwächst.
Trotz des Krieges im Jahr 1941 ist Paulas Welt noch heil:
Zu Beginn steht das glückliche Familienleben von Paula, die von ihren Eltern geliebt und umsorgt wird. Sie ist verliebt in den Hitlerjungen Werner und hat eine beste Freundin, Mathilda. Gleichzeitig ist der nationalsozialistische Alltag sofort präsent: Paula ist Mitglied der NS-Mädelschaft, wird Schahführerin und bekommt in Anwesenheit der Gauführerin für ihre „Treue und Pflichterfüllung“ ein Exemplar von Hitlers „Mein Kampf“ überreicht.
Ihr Vater, Major der Schutzpolizei, ist stolz auf sie. Während Paulas Mutter die perfekte Frau und Mutter ist, wendet ihr Vater sich der „Judenfrage“ zu, die „gelöst“ werden muss.
Das bekommt auch Paula zu spüren, als ihre Freundin Mathilda unerklärlicherweise nicht mit ihr das Gymnasium besuchen darf und ihr Vater ihr verbietet, Mathilda weiter zu treffen. Die Mädchen setzen sich über das Verbot hinweg. Paula begreift, was ihr Vater meint, wenn er von der „Judenfrage“ spricht, denn Paulas Mutter ist Jüdin und das ist der Grund dafür, dass die Freundinnen sich nicht mehr sehen dürfen.
Als Paula aus ihrer Straße in ein gutbürgerliches Viertel in ein Haus zieht, das zuvor von einer jüdischen Familie bewohnt war, fragt sie sich, wohin diese Familie verschwunden ist. Ihre Eltern beantworten ihre Fragen nicht und nach und nach wird Paulas Misstrauen größer, ihre Fragen werden drängender.
Schließlich erlebt sie selbst den Abtransport von Juden aus der Stadt und ist von der Grausamkeit dessen, was sie sieht, erschüttert. Vom Vater wird sie geschlagen, weil sie den Geschehnissen um sich herum auf den Grund gehen will, Schutz findet sie bei den Großeltern.
Paulas Jugend ist sehr authentisch geschildert, ihre Beziehung zu den Eltern, die erste Liebe, die Freundschaft zu Mathilda. Erwachsenen Lesern sind die politischen Ereignisse bekannt, jugendliche Leser sehen diese historischen Ereignisse durch Paulas Augen.
Sowohl Jugendliche (ab 13 Jahren) als auch Erwachsene erkennen in Paulas Geschichte, wie schwierig es für Kinder der NS-Zeit war, gegen den Wiederstand der Eltern Stellung zu beziehen und eigene Wege zu gehen.
Die Geschichte von Paula beruht auf einer wahren Biographie, die Elisabeth Zöller im Nachwort schildert.

Elisabeth Zöller: Vaters Befehl oder Ein deutsches Mädel.
Fischer Schatzinsel, Februar 2012.
272 Seiten, Gebundene Ausgabe, 12,99 Euro.

Corinna Griesbach

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