'paar Schoten - Geschichten aus'm Pott
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Das Ruhrgebiet ist etwas besonderes, weil zwischen Dortmund und Duisburg, zwischen Marl und Witten ganz besondere Menschen leben. Wir haben diesem Geist nachgespürt.
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Daniel Everett: Das glücklichste Volk
Jetzt bestellen bei amazon.de! Der Titel dies Buchs wirkt, als habe ein Werbefachmann des Verlages ihn ersonnen. Doch Verhaltensforscher haben festgestellt, dass die Pirahã öfter als andere Völker lachen und lächeln - ein äußeres Merkmal für Glück. Das Buch heißt in der englischen Originalausgabe „Schlaf nicht, es gibt Schlangen!“ - ein Hinweis darauf, wie gefährlich das Leben an einem Nebenfluss des Amazonas ist. Krankheiten und Unfälle führen oft frühzeitig zum Tode, aber diese Menschen nehmen alles gelassener hin als wir. Anderseits ist Nahrung im Überfluss vorhanden, Kleidung und Unterkunft braucht man in den Tropen kaum, Besitz bedeutet den Pirahã nichts. Also genießen sie ihre Freizeit im Hier und Jetzt, was sich auch an ihrer außergewöhnlichen Sprache zeigt. Bezeichnungen für Farben kennen sie ebenso wenig wie Zahlwörter, es gibt genug zu essen, wozu sollte man es zählen? Sie reden fast nie von der Vergangenheit, selbst Schöpfungsmythen sind unbekannt. Als der Autor ihnen von Jesus erzählte, fragten sie, ob er ihn persönlich getroffen hat. Da dies nicht der Fall war, interessiert es sie nicht weiter. Obwohl sie seit 200 Jahren Kontakt zu anderen den Brasilianern haben, weigern sie sich, eine fremde Kultur und Sprache anzunehmen.
Daniel Everett hat mit seiner Familie immense Strapazen und Risiken auf sich genommen, um diesen Menschen mit der Bibel zu einem glücklicheren Leben zu verhelfen. Doch als er sie näher kennenlernte, stellte er fest, dass sie es sind, die zufriedener und hilfsbereiter sind. Schließlich hat der überzeugte Missionar seinen Glauben verloren.
Das Buch beginnt mit einem Ereignis, bei dem der Autor früh morgens aus dem Schlaf gerissen wird, weil die Dorfbewohner lautstark auf einen angeblichen Geist reagieren. Sowohl der Autor als auch seine Tochter können dagegen nichts Außergewöhnliches entdecken. Daniel Everett beharrt nie auf der Richtigkeit der westlichen Denkweise, sondern zeigt auf, wie schwierig es ist, die Wahrnehmung unserer Umwelt über die Kulturgrenzen hinweg in Einklang zu bringen. Anhand anschaulicher, spannender Geschichten werden die Leser so in philosophische Überlegungen geführt. Die Beschreibungen der Sprache des Volkes sind oft langwierig, aber nie langweilig.
Selbst in der Taschenbuchausgabe geben Farbfotos einzelner Pirahã eine gute Möglichkeit, die Offenheit in den Gesichtern zu Studieren.
Fazit: Eine spannende Reise in eine außergewöhnliche Welt mit interessanten Reflexionen über unsere eigene Kultur und Denkweise.

Daniel Everett: Das glücklichste Volk.
Pantheon Verlag, Mai 2012.
416 Seiten, Taschenbuch, 16,99 Euro.

Charlotte Brinkmann

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