Ins München in der „Stunde Null“, in den Sommer nach Kriegsende und in eine Stadt, die in dieser Zeit zwei Gesichter hat, führt Maximilian Dorner mit seinem Romandebüt „Der erste Sommer“.
In den Ruinen des Nationaltheaters stürzt bei einer heimlichen Aufführung der Oper „Tosca“ die Sängerin in den Tod. Ihre Leiche finden zwei Kriegswaisen, die der 34-jährige Autor in ihrem Kampf, in den Trümmern zu überleben, begleitet. Drei Handlungsstränge, darunter auch eine Romanze in den Kriegs-Trümmern, verwebt Dorner und beschreibt dabei die Szenerie und die Eigenarten der Menschen, an Geld und Nahrung zu kommen, so plastisch, dass man meint, den Schutt und das Elend zu riechen. Genau recherchiert ist der Roman - eine interessante Dokumentation der Kriegsnachwehen.
Maximilian Dorner: Der erste Sommer.
dtv, Mai 2007.
275 Seiten, Taschenbuch, 14,50 Euro.